Slalom-Ass Straßer wollte aufhören

Sport

Der 28-jährige Deutsche war genervt davon, dass er im Training schnell war, die Rennen aber verpatzte.

Linus Straßer ist zuletzt mit einem Sieg in Zagreb und einem zweiten Platz in Adelboden innerhalb von fünf Tagen in die Slalom-Weltspitze gerast. Nach vier Torläufen dieses WM-Winters ist der 28-jährige Deutsche nun 16 Punkte hinter dem Kärntner Marco Schwarz Zweiter im Slalom-Weltcup. Dabei erwog der Bayer vor wenigen Jahren ein Karriereende, wie er in einem Interview mit Münchner Merkur und TZ verriet.

Vor drei Jahren war er zwar im Training einer der Schnellsten, verpatzte dann aber regelmäßig die Rennen. „Das hat mir null Spaß gemacht, und ich hatte keine Lust mehr, so weiterzumachen“, erzählte Straßer. „Auch meinen Trainern und meinem ganzen Umfeld ging das nahe.“

Zusammen mit Technikcoach Bernd Brunner arbeitete er an der Herangehensweise an die Rennen. „Ich wusste, wo mein Problem lag, aber ich musste über meinen Schatten springen. Nach dieser schlechten Saison vor drei Jahren habe ich mir geschworen, wenn ich es nicht schaffe, das zu ändern, diesen Mut und diesen Willen nicht aufbringe, den Schweinehund nicht überwinden kann, dann lasse ich es sein. Ich hätte kein Problem damit gehabt, die Ski an den Nagel zu hängen.“

Reifeprozess

Straßer erklärte, dass es nicht um Siege ging, sondern schlicht um ein gutes Skifahren, das er in Kindheitstagen in Kitzbühel erlernte. Seit einer Weile attestieren auch die Trainer und Betreuer dem Münchner, deutlich gereift zu sein und nicht mehr – wie früher – seinem Idol Felix Neureuther nacheifern zu wollen.

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Dieser Reifeprozess war nach Straßers Ansicht unvermeidbar, um seine jetzige Klasse zu erreichen. „Es bringt wenig, wenn Leute einem vorsagen, was man zu tun hat oder wie es gehen sollte. Du musst deinen eigenen Weg finden“, betonte Straßer. Dieser führte ihn zum Sieg in Zagreb am Mittwoch und Platz zwei hinter Schwarz in Adelboden am Sonntag.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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