So ausgelassen tanzte Lindsey Vonn bei der Abschiedsparty

Sport

Die US-Amerikanerin stahl nicht nur in der Abfahrt, sondern auch am Tanzpodium allen die Show.

Gut vorstellbar, dass sich Ingemar Stenmark irgendwann gewünscht hätte, an einem anderen Tag nach Åre gekommen zu sein. Und man könnte es ihm gar nicht einmal verübeln. Die Ski-Legende war auserwählt, um nach der Damen-Abfahrt die Medaillengewinnerinnen zu ehren, aber dieses an und für sich einfache Unterfangen artete für den Schweden richtiggehend in Schwerarbeit aus.

Und schuld daran war, wie konnte es anders sein: Lindsey Vonn. Die lachende Dritte der Damen-Abfahrt.

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Eine tierische Freude hatte auch Hund Lucy, der, gut eingepackt, die Amerikanerin durch den Skiwinter begleitet.

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Der große Wurf gelang Vonn zwar nicht, doch auch mit Bronze war die Ski-Queen mehr als zufrieden.

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Für die 34-Jährige war es die elfte Medaille bei einem Großereignis. Der ganz große Coup gelang ihr 2010 mit Abfahrtsgold bei den Olympischen Spielen.

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Im Weltcup brachte es die Amerikanerin auf 82 Siege. Nur Ingemar Stenmark hat mehr (86). Der Schwede ließ es sich nicht nehmen, Vonn nach derem letzten Rennen zu gratulieren.

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Sonntagabend lud Vonn in Schweden zur großen Abschiedsparty. Doch bereits im Zielraum gingen Wogen und Emotionen hoch.

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Für ihre letzte Abfahrt benötigte Lindsey Vonn 1:02,23 Minuten. Nur Corinne Suter (SUI) und Weltmeisterin Ilka Stuhec (SLO) waren schneller.

Großes Kino

Nach der Blumenzeremonie war die Amerikanerin einfach nicht mehr aus dem Innenraum des Ziels zu bringen. Immer wieder nahm Vonn aufs Neue Aufstellung für ein allerletztes Abschiedsfoto, immerfort holte sie mehr Leute mit aufs Bild, bis sich irgendwann an die 50 Freunde, Trainer, Wegbegleiter, Kollegen und Hündchen Lucy (im rosaroten Skianzug!) im Zielraum in den Armen lagen.

Und mittendrin der arme Ingemar Stenmark, der als größte Legende des Skisports (86 Weltcupsiege) natürlich auf keinem Erinnerungsfoto und Social-Media-Livevideo fehlen durfte. Der 62-Jährige spielte tapfer mit, auch wenn die überdrehte Vonn den zurückhaltenden Schweden teilweise herumdirigierte wie einen Lehrbub.

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Am Ende überredete die 34-Jährige den Ehrengast sogar noch zu einer Schauspieleinlage. Stenmark bekam den Blumenstrauß in die Hand gedrückt und musste pantomimisch Bowling spielen, worauf sich die ganze Entourage von Lindsey Vonn kreischend zu Boden fallen ließ.

Es war klar, dass die 34-Jährige auch im letzten Rennen ihres Lebens eine Show abziehen würde. Weniger absehbar war, dass Lindsey Vonn bei ihrem Abschied tatsächlich auch sportlich für Schlagzeilen sorgen würde. Nach ihrem wilden Sturz im Super-G am Dienstag hatten manche in Åre sogar die Befürchtung, dass die beste Skiläuferin der Weltcupgeschichte (82 Siege) in ihrem Ehrgeiz und ihrem Wunsch nach einem würdigen Ende sogar mit einem Crash abtreten könnte.

Denn Vonn hatte sich die Latte selbst sehr hoch gelegt. „Ich hatte das Bedürfnis, stark aufzuhören“, erklärte die vierfache Gesamtweltcupsiegerin. Die Erfolgsgeschichte von Aksel Lund Svindal, der tags zuvor bei seinem letzten Einsatz Abfahrtssilber geholt hatte, hat in ihr das Verlangen nach dem perfekten Abschluss noch weiter wachsen lassen. „Aksel hat mich inspiriert.“

Große Erleichterung

Früher hätte sich Lindsey Vonn geärgert, wenn zwei Rivalinnen schneller gewesen wären als sie. „Diesmal wollte ich einfach nur noch einmal aufs Podium. Dieser dritte Platz ist das Beste, was mir passieren konnte.“ Die Fans …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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