Spaniens EM-Held Yamal: Von Messi gebadet, Probleme mit dem Gesetz

Sport

Als Baby wurde er mit dem Weltstar fotografiert, nun schoss er mit 16 Jahren Spanien ins EM-Finale. Doch sein Alter könnte in Deutschland zum Problem werden.

Nach seinem Zaubertor und dem EM-Rekord hegt der gefeierte Lamine Yamal keinen speziellen Wunsch für seinen 17. Geburtstag – höchstens den einen. „Nichts, nur gewinnen, gewinnen, gewinnen“, sagte das Supertalent vom FC Barcelona nach dem Einzug seiner Spanier in das Endspiel der EM.

Einen Tag vor dem Finale am Sonntag in Berlin gegen England oder die Niederlande hat Yamal Geburtstag. „Mein Ziel war es, meinen Geburtstag hier in Deutschland zu feiern“, sagte er. 

Das ist ihm dank des 2:1 im Halbfinale gegen Vizeweltmeister Frankreich schonmal geglückt. Ein „historischer Lamine Yamal“ habe die Mannschaft getragen, schrieb Le Figaro.

Dank seines Ausgleichstreffers mit gerade einmal 16 Jahren und 362 Tagen kürte er sich zum jüngsten Torschützen der Turnier-Geschichte. Und nicht nur das.

„Meine Mutter hat immer gesagt, dass es auch ihr Traum ist, dass ich bei der EM ein Tor mache“, sagte Yamal, der zum Spieler des Spiels gekürt wurde. „Ich bin froh, dass ich mein erstes Tor gegen Frankreich in einem Halbfinale schießen konnte. Darüber bin ich sehr glücklich.“

Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente freute sich über den „Geniestreich“ des Jungstars. „Ich möchte ihm einen Rat mit auf den Weg geben: Ich möchte, dass er weiter demütig und mit beiden Füßen auf dem Boden bleibt und sich weiter verbessern will“, sagte der Coach.

Probleme mit dem Jugendschutz drohen

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Doch das Alter von Yamal sorgt im Lager der Spanier auch für Kopfzerbrechen. Denn laut dem deutschen Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen 16-Jährige in der Nacht nur eingeschränkt arbeiten. In Paragraf 14 des Gesetzes gibt es sogar eine explizite Regelung „für die Tätigkeit von Jugendlichen als Sportler im Rahmen von Sportveranstaltungen“. Eine Mitwirkung ist demnach nur bis 23 Uhr erlaubt.

Das Halbfinale war zwar kurz vor dieser Frist abgepfiffen, doch laut Gesetzesauslegung endet der Arbeitstag damit nicht automatisch. Auch Medientermine, Körperpflege und Regeneration in der Kabine zählen dazu.

APA/AFP/FRANCK FIFE

Coach De la Fuente mit Yamal

Ob die deutschen Bezirksbehörden tatsächlich eine Strafe gegen Yamals Arbeitgeber, in diesem Fall den spanischen Fußballverband, verhängen, ist offen. Im schlimmsten Fall droht ein Bußgeld in der Höhe von bis zu 30.000 Euro. Der verband kündigte im Vorfeld bereits an, sorgfältig und gewissenhaft mit dem Thema umzugehen sowie alles zu tun, um die Entwicklung ihres jungen Starspielers nicht zu gefährden.

Sein Hauptarbeitgeber, der FC Barcelona, hat derweil vorgesorgt. Sein Vertrag mit dem katalanischen Weltklub läuft zumindest noch bis 2026. Um Interessenten gar nicht erst auf die Idee für einen frühzeitigen Abwerbeversuch kommen zu lassen, soll die Ausstiegsklausel mit einer Milliarde Euro festgesetzt worden sein.

Die Verbindung mit Barcelona ist eng, mit 15 Jahren debütierte er bereits bei den Profis, doch schon als Baby kam Lamine Yamal mit dem Klub in Berührung – im wahrsten Sinne. Im Alter von nur fünf Monaten war Yamal, der in ärmlichen Verhältnissen im Norden der Metropole aufwuchs, Teil eines UNICEF-Kalenders. Das Fotoshooting mit Yamal macht niemand Geringerer als Lionel Messi, damals auch erst 20 Jahre alt.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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