Sturm bezahlte fehlenden „Punch“ bei PSV mit Europacup-Aus

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Wieder individuelle Fehler, aber Ilzer und Co. mussten anerkennen: „Wir waren nach vorne zu harmlos“.

Der SK Sturm Graz hatte im Süden der Niederlande eine Idee. Doch letztlich mussten Trainer Christian Ilzer und seine Männer auch nach dem „Geisterspiel“ bei der PSV Eindhoven die gleiche gruselige Schallplatte auflegen. „Wir haben uns beide Tore selbst gemacht“, meinte Ilzer nach dem 0:2, das gleichbedeutend mit der vierten Niederlage in dieser Europa-League-Saison war. Die Steirer haben einen Spieltag vor Schluss keine Chance mehr, im Fußball-Europacup zu überwintern.

Carlos Vinicius (45.) brachte die Niederländer kurz vor der Halbzeit per Elfmeter in Führung, Bruma sorgte in der 55. Minute für den Endstand. Um in die Zwischenrunde der Conference League umzusteigen, hätte Sturm auf den dritten Platz in der Gruppe B vorrücken müssen. Das ist nun nicht mehr möglich, da die Schwarzen aus der Landeshauptstadt lediglich einen Punkt am Konto haben – der derzeit Dritte Real Sociedad aber schon sechs.

„Wir haben einen Plan gehabt, wo wir gesagt haben, wir überlassen das Spiel PSV. PSV hat uns mit Ballbesitz kontrolliert, aber sie haben nahezu keine Torchancen vorgefunden. Sie haben viel in die Breite gespielt, wir haben alles, was in die Tiefe gegangen ist, kontrolliert“, umriss Ilzer seine Taktik, die zu Beginn gut zu greifen schien. Allerdings gab es einen wesentlichen Makel: „Wir waren nach vorne zu harmlos. Da hat uns dieser Punch gefehlt, dieser Nachdruck. Diese Qualität, aus engen Räumen rauszukommen.“ Der mutmaßliche Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Eindhovens Abwehrchef Andre Ramalho kam so nie zum Tragen.

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Schlüssel

Ein 0:0-Pausenstand „wäre der Schlüssel gewesen“, gab sich Ilzer im ORF-Interview dennoch überzeugt. „Dann hätten wir natürlich Anpassungen vorgenommen. Und dann ist leider dieses Tor passiert.“ Zunächst patzte Dante, dann schlug David Affengruber im Strafraum neben den Ball, der Haken schlagende Mario Götze wurde von Jörg Siebenhandl zu Fall gebracht. „Ich denke, wir haben in der ersten Hälfte nicht viel zugelassen sonst, sie haben nicht so viele Chancen gehabt. Das war dann umso bitterer, dass wir aus so einer Situation das 1:0 bekommen“, berichtete Lukas Jäger. Danach sei es schwer gewesen, in die Partie zurückzufinden, führte der Vorarlberger aus.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte fand Sturm offensiv nur als zarter Luftstoß statt, während PSV mit der zweiten Chance nach Wiederbeginn erneut anschrieb. „Ich glaube, dass wir drin gewesen wären, wenn wir mit 0:0 in die Pause gegangen wären“, befand auch Jakob Jantscher, gab aber ehrlich zu: „Man muss anerkennen, dass das eine andere Qualität ist. Über 90 Minuten haben wir relativ wenig Zugriff gehabt, wenige Chancen gehabt, am Schluss ein paar Weitschüsse. Aber wenn du da was holen willst, musst du viel aktiver spielen, das ist uns absolut nicht gelungen.“

Die Gründe für den eher blutleeren Auftritt liegen vorerst im Dunkeln. Ilzer hatte eine eher ungewohnte 4-3-2-1-Formation gewählt, Mittelfeld-Raute und das aus dem Liga-Alltag bekannte Pressing in der Schublade gelassen. Ob als strategischer Kniff oder notgedrungen, weil seinen Spielern Nachwirkungen von Corona-Infektionen zu schaffen machen, werden nur die Betroffenen selbst wissen. Die meisten der im Sturm-Lager vom Coronavirus erfassten Spieler hatten laut Club-Angaben nur mit höchstens leichten …read more

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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