Sturms Sportchef Schicker zur Stadion-Misere: „Mir tut es als Steirer weh“

Sport

Der erfolgreiche Sportchef plaudert über die Champions League, das Stadion und welche Parallelen es zwischen dem ÖFB-Team und Sturm gibt.

Es war wie ein Pfingstwunder. Am Sonntag starteten unmittelbar nach dem meisterbringenden Sieg gegen Klagenfurt die Feiern, die ihren Höhepunkt am Pfingstmontag, auf dem Grazer Hauptplatz fanden. Mittendrin einer, der am Double großen Anteil hat: Seit Andreas Schicker die Agenden des Sportdirektors bei Sturm Graz 2020 übernahm, geht es aufwärts. 

Der seit Samstag 38-Jährige spricht im KURIER über Herausforderungen, EM und sein Team.

KURIER: Wie beurteilen Sie die Leistungen des ÖFB-Nationalteams bei der EM und gibt es Parallelen zu Sturm?

Andreas Schicker: Die Mannschaft ist vor allem als Team brutal gut aufgetreten, der Funke ist auf ganz Österreich übergesprungen, weil wir in der Gruppe sehr attraktiven Fußball gespielt haben. Wir haben auch die Türken dominiert. Es war nicht viel anders als beim Freundschaftsspiel im März Spiel beim 6:1. Die Türken haben eben in Leipzig die Chancen besser als damals genützt, wo wir dafür brutal effektiv waren. Die Spielfilm war eben unglücklich, es entscheiden auf diesem Niveau eben Kleinigkeiten. Aber was Ralf Rangnick die letzten zwei Jahren geleistet hat, kann man nicht hoch genug einschätzen. Mit seiner positiven Art und seiner Idee des Fußballs, tut er dem österreichischen Fußball gut. Und Sturm ist eben auch als Team extrem geschlossen auftreten, wenn dies gelingt, hat man auch gegen größere Mannschaften Chancen. Das hat uns letztlich auch den Meistertitel beschert.

Das ÖFB-Team entfachte Euphorie, umso enttäuschter war man dann. Haben Sie Angst, ein ähnliches Hochschaubahn-Schauspiel erleiden zu müssen?

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Die zwei Titel sind die Belohnung für den ganzen Weg, den wir gegangen sind. Aber wir sind gut beraten, dass wir uns nicht dadurch definieren, sondern den Weg weitergehen, auch, was die Champions League betrifft. Da sind wir, was die Kaderplanung betrifft, auf einem sehr gut Weg. Wir müssen unseren Weg weiter gehen, wir stehen für Kontinuität, aber auch für Veränderungen, für neue Reize. Diese Mischung stimmt.

Wird Trainer Christian Ilzer diesen Weg weitergehen?

Ich gehe davon aus, wir sind mitten in der Vorbereitung. Aber wenn etwas Außergewöhnliches kommt, hat er sich den nächsten Schritt verdient. Aber die Zusammenarbeit ist hervorragend. Generell haben alle, die im Verein arbeiten, weiterhin enorm großen Hunger. Das spüre ich auch bei Chris, auch wenn es im Fußball schnell gehen kann.

Die Champions League ist eine schöne Belohnung für alles …

Ich freue mich auf richtig gute Gegner. Wir haben, ohne dass wir wissen, gegen wen wir spielen, schon 15.000 Blind-Abos verkauft. Das macht mich stolz, auch, dass vor ein paar Tagen beim Familientag so viele Kinder da waren, dass die Jungs vier Stunden durchgehend Autogramme schreiben müssen. Das war vor ein paar Jahren noch undenkbar.

Sturm muss die Heimspiele in Klagenfurt austragen, weil das Stadion Liebenau nicht tauglich ist …

Mir persönlich tut es als Steirer weh, aus meinen Bundesland wegzugehen oder aus der Stadt Graz. Ich kann mich erinnern, als Sturm das Stadion eröffnet hat, war ich 12 oder 13 Jahre und habe große Spiele mit einer tollen Atmosphäre gesehen. Die Champions-League-Hymne nicht in unserem Stadion hören zu können, schmerzt. …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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