Tödliche Tragödie bei Tour of Austria: Die Gefahr lauert in den Bergen

Sport

Nach dem tödlichen Unfall ist die Sicherheitsdiskussion neu entflammt. Bei der Bergetappe der Tour de France feierte Jonas Vingegaard einen emotionalen Sieg.

Sie sind die größten Attraktionen bei den an Attraktionen nicht armen Radrundfahrten: die Bergetappen. Auf den von Tausenden Fans gesäumten Anstiegen müssen die Profis ihre Karten aufdecken, mit haarsträubender Geschwindigkeit geht es dann den Berg wieder hinab.

Am vergangenen Samstag endete bei der Tour of Austria eine ebensolche Abfahrt für Andre Drege tödlich. Der 25-jährige Norweger kam bei hoher Geschwindigkeit auf der Großglockner-Hochalpenstraße zu Sturz, jede Rettung kam zu spät. Die Ursache des Sturzes ist unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

Mittendrin war Felix Großschartner. Bei der Einkleidung des Olympia-Teams in Wien sprach der 30-Jährige vom Team UAE über …

… das Unglück Das ist das Schlimmste, was passieren kann. Ich bin quasi vorbeigefahren, aber ich habe nichts gesehen. Es dürfte an einem schnellen Stück mit wenig Kurven passiert sein.

… Sicherheit Der Organisator kann Schlaglöcher und Hindernisse absperren. Aber das Rennen machen wir Fahrer selbst. Man geht ein gewisses Risiko ein, das ist uns bewusst. Man muss seine eigene Grenze kennen und die dann auch nicht verschieben. Manche können eben besser abfahren als andere – was ich jetzt aber nicht auf das Unglück beziehen will.

… die Abfahrten Ich halte nichts davon, Abfahrten zu neutralisieren. Das gehört zu unserem Sport dazu. Am Ende ist es am wichtigsten, dass man gesund ins Ziel kommt. Schade, dass einem das immer erst bei solch schrecklichen Unfällen bewusst wird.

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… die Technik Das Material wird immer besser und sicherer. Alleine die Kleidung ist aerodynamischer geworden. Scheibenbremsen sind Standard, da kann man viel später bremsen, und sie sind im Nassen ein großer Vorteil. Auch die Reifen sind mit den neuen Gummimischungen und dem Tubeless-System besser geworden, wir fahren jetzt nur noch mit vier Bar. Aber durch all diese Fortschritte wird es natürlich noch schneller.

Emotionaler Sieg für Vingegaard nach seinem Sturz

Die allerschnellsten Radprofis sind derzeit quer durch Frankreich unterwegs. Auf der 11. Etappe der Tour de France ging es über 211 Kilometer von Evaux-les-Bains nach Le Lioran, 4.350 Höhenmeter waren zu überwinden. Den Etappensieg holte sich Vorjahressieger Jonas Vingegaard (DEN) 30 Zentimeter vor Tadej Pogacar. 

Für den Dänen war es ein besonders emotionaler Sieg. Nach seinem schweren Unfall im April litt er noch unter Todesangst und dachte daran, seine Karriere zu beenden. Damals brach er sich bei der Baskenland-Rundfahrt einen Finger und mehrere Rippen und punktierte sich dabei die Lunge. „Ich habe niemals gedacht, dass ich es wieder nach oben schaffen kann“, sagte Vingegaard am Mittwoch.

Der Slowene Pogacar bleibt damit im Gelben Trikot des Gesamtführenden.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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