Tour de Suisse: Sieg für Carapaz, Strafe für Weltmeister Alaphilippe

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Der Ecuadorianer setzt sich im Finale in Leukerbad gegen den Dänen Jakob Fuglsang durch und übernimmt die Gesamtführung

Der Ecuadorianer Richard Carapaz aus dem Ineos-Team hat nach der ersten Bergetappe der Tour de Suisse die Gesamtführung übernommen. Der Giro-Sieger von 2019 gewann am Donnerstag das fünfte Teilstück von Gstaad zur Bergankunft in Leukerbad (175 km) vor dem zeitgleichen Dänen Jakob Fuglsang (Astana).

Dritter an der Spitze der ersten Verfolgergruppe mit den Kandidaten auf den Gesamtsieg wurde der Kanadier Michael Woods (Israel/+39 Sek.).

EPA/GIAN EHRENZELLER

Gesenktes Haupt: Weltmeister Julian Alaphilipp war bald klar, dass er nicht korrekt gehandelt hatte

In der Gesamtwertung führt Carapaz vor einer weiteren schweren Etappe am Freitag 26 Sekunden vor Fuglsang. Auf Rang drei liegt der Deutsche Maximilian Schachmann von Bora-hansgrohe mit 38 Sekunden Rückstand.

Teurer Durst

Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step) verlor den dritten Gesamtrang durch eine Dummheit mit Anlauf: Der Franzose ließ sich aus dem Teamfahrzeug auf den letzten Kilometern der Etappe eine Trinkflasche und ein Gel geben – was bei World-Tour-Rennen auf den letzten 20 Kilometern verboten ist. Die 20 Strafsekunden beförderten ihn auf Platz vier zurück, 53 Sekunden hinter Richard Carapaz.

„Ich musste etwas trinken, und mein Teamarzt sagte mir, es wäre in Ordnung“, erklärte Alaphilippe später. „Aber in dem Moment, wo ich die Flasche genommen habe, hat er gezögert – er hatte gerade die Anweisung vom Rennkommissär erhalten, dass es nicht mehr zulässig ist. Aber ich musste etwas trinken. Also habe ich die Flasche genommen. Und daran ändert auch die Strafe nichts.“

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Neben Platz 3 kostet ihn der unlustige Spaß auch noch 200 Franken (183 Euro) Geldstrafe.

EPA/GIAN EHRENZELLER

Ausreißer: Mathieu van der Poel führt für Hermann Pernsteiner und Claudio Imhof

Der bisherige Leader Mathieu van der Poel (NED/Alpecin-Fenix) hatte wie der Niederösterreicher Hermann Pernsteiner (Bahrain) und der Schweizer Claudio Imhof (Nationalteam) einer dreiköpfigen Ausreißergruppe angehört, die in der Schlussphase aber eingeholt und deutlich abgehängt wurde. Pernsteiner verlor als 37. 8:45 Minuten und belegt diesen Platz auch im Gesamtklassement (+12:53).

Die Freitag-Etappe führt von Fiesch im Wallis aus via St.-Gotthard-Pass hinab ins Tessin nach Biasca und über den Lukmaier-Pass nach Disentis und Sedrun in Graubünden.

Zwei Absagen in Kanada

In Kanada finden unterdessen auch in diesem Jahr keine World-Tour-Veranstaltungen statt. Die Mitte September in Québec und Montreal geplanten Rennen müssen wie in der vergangenen Saison abgesagt werden, teilte der Weltverband UCI mit.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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