Trotz Energiekrise: Schladming soll bei Flutlicht stattfinden

Sport
SKI ALPIN: ÖSV-MEDIENTERMIN MIT ALPIN MÄNNER UND SKIBERGSTEIGEN - SCHWARZ/FELLER/STOCKER

Die Stromkosten für das Licht beim Nightrace am 24. Jänner belaufen sich auf 4.300 Euro. Auch die Skibergsteiger machen Station auf der Planai.

Schladming beherbergt in diesem Winter gleich zwei Weltcup-Veranstaltungen im Skisport. Neben dem 26. Slalom-Nightrace der Alpin-Männer, das am 24. Jänner 2023 stattfindet, freut sich die Region über zwei Rennen der Skibergsteiger – teilweise unter Flutlicht. Angst über Absagen wegen der Energiekrise herrscht nicht vor. „Ich hoffe, dass das alles so stattfindet“, sagte Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Bergbahnen. Ein Abend mit voller Beleuchtung koste 4.300 Euro.

„Ich glaube, das ist darstellbar, das ist machbar für einen Abend“, betonte Bliem am Freitag bei einem Pressetermin. „Es finden ja auch Fußballspiele bei Flutlicht statt.“ Sein Zugang: „Man kann sicher über vieles nachdenken, aber es sollte auch der Sport weiter am Leben bleiben.“ Die Bergbahnen setzen sich Bliem zufolge mit dem Thema Energiesparen intensiv auseinander, man wolle mindestens zehn Prozent einsparen in der Wintersaison.

Die privaten Skifahrer werden auch zur Kasse gebeten: Die Tageskartenpreise im Skigebiet sind auf 68 Euro angestiegen.

Kein Nightrace ohne Night

Der Gedanke eines Slaloms bei Tageslicht – Stichwort „Morning-Race“ – gehört aber nicht zu den angedachten Maßnahmen. „Wenn es das ist, dann ist es nicht das Nightrace“, sagte Bliem. „Das passt nicht zusammen, glaube ich. Es wäre irrsinnig schade, wenn man das ohne Flutlicht machen würde“, meinte auch Slalom-Ass Marco Schwarz.

Im Skibergsteigen steht am 17. März ein Nacht-Sprint auf dem Programm, zwei Tage später geht das Vertical vor der Dachstein-Kulisse über die Bühne. Der Start erfolgt jeweils im Planai-Stadion. „Wir werden es wahrscheinlich nicht schaffen, dass wir so viele Zuschauer haben wie die Alpinen, aber wenn ein paar Tausend kommen, wäre es auch super“, sagte der Steirer Armin Höfl. „Ihr solltet gleich nach uns um 12 Uhr rauf“, scherzte Skifahrer Manuel Feller. „Ich schaue zu von der Tenne.“

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APA/BARBARA GINDL / BARBARA GINDL

Marco Schwarz, Manuel Feller, Hansjörg Stocker (OK-Chef Nightrace)

Die ÖSV-Connections nach Schladming sind vielfältig. Feller, im vergangenen Jahr nach fulminanter Aufholjagd Nightrace-Dritter, weiß die Familie seiner Lebensgefährtin in unmittelbarer Nähe, was in Sachen Kinderbetreuung hilfreich ist. Schwarz und sein Trainer Marko Pfeifer, der neue Sportliche Leiter der Alpin-Männer, sind hier zur Schule gegangen. Auf Skibergsteigerin Johanna Hiemer wartet als gebürtige Schladmingerin 2023 sogar ein waschechtes Heimrennen, auch wenn sie mittlerweile in Bayern lebt.

Fernziel ist Olympia

„Dass da unser Weltcup stattfinden wird, ist für mich noch ein größeres Highlight und Ziel als andere Sachen“, sagte die zweifache Mama, die nach ihrer Mutterschaft wieder in den Sport einstieg. Der noch etwas in Ferne schwebende Höhepunkt sind freilich die Olympischen Spiele 2026 in Mailand/Cortina, wo die Sportart Teil des Programms sein wird.

Frischer Wind wird in diesem Winter in Schladming hinter den Kulissen wehen. Hans Grogl dankte nach der Saison nach 37 Jahren als Obmann des Wintersportvereins (WSV) ab und nahm damit auch als Chef des Nightrace-Organisationskomitees seinen Hut. Sein Nachfolger ist Hansjörg Stocker, der Geschäftsführer der congress Schladming GmbH.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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