Violetter Laufsteg: Die sechs heißesten Aktien der Wiener Austria

Sport
Fußball, Austria Wien - Sturm Graz

Aus der Not machte die Austria eine Jugend. Trainer Schmid und Sportdirektor Ortlechner über die Vielzahl an Talenten.

Das neue Jahr begann die Wiener Austria mit einem Kantersieg. Im ersten Test fegten die Violetten über Sparringpartner Mannswörth mit 21:0 hinweg. Die Jung-Veilchen im Team hatten eine Gelegenheit mehr, ihr Talent unter Beweis zu stellen.

Eric Martel, Leihgabe von RB Leipzig, wurde in den vergangenen Wochen sogar mit Trainer Ralf Rangnick und Manchester United in Verbindung gebracht. Beim Test am Samstag spielte er eine Hälfte lang. Während die Austria bei einem Verkauf des Deutschen finanziell kaum Profit schlagen kann, könnten sich aber einige andere Spieler als wahre Aktien erweisen, die irgendwann dem Verein Geld einbringen.

Mache aus der Not eine Jugend. So setzte die Austria im vergangenen Herbst, nicht zuletzt aufgrund der prekären finanziellen Lage, auf die Talente aus den eigenen Reihen. Und sie fuhr durchaus gut damit, da sich einige Youngsters in den Mittelpunkt dribbeln konnten.

Der KURIER bat Trainer Manfred Schmid und Sportdirektor Manuel Ortlechner um ihre Einschätzung und um eine Charakterisierung der aussichtsreichen Spieler. Violett ist in diesem Fall die Farbe der Hoffnung. Und das sind die Hoffnungsträger: 

DIENER / Philipp Schalber / DIENER / Philipp Schalber
Murahem Huskovic: 18 Jahre, Offensivspieler, 11 Einsätze, 2 Tore

Anfänglich hatte der Offensivspieler Probleme, das ungewohnte Pensum körperlich zu verarbeiten. Mit einer guten und positiven Einstellung nahm Huskovic eine sehr gute Entwicklung. „Man konnte sehen, wie er sich Woche für Woche verbessert“, so Schmid.

Ortlechner ortet großartige Anlagen, weshalb bei dem Talent noch viele Schritte möglich seien. Auch deshalb möchte man den Vertrag bald verlängern und den Youngster bei der bevorstehenden Matura unterstützen. „Er sollte nicht auf den letzten Metern hinfallen, die Ausbildung ist wichtig.“

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APA/HERBERT NEUBAUER / HERBERT NEUBAUER
Can Keles: 20 Jahre, Offensivspieler, 9 Spiele, 1 Tor

Er praktiziert laut Ortlechner jenen Fußball, auf den Austria-Fans gewöhnlich stehen. „Er hat vom Stil her das Zeug zum Publikumsliebling.“ Auch Schmid konstatiert: „Er hat Potenzial, Tempo und Abschluss.“ Was noch fehlt, sind taktische Finesse, die körperliche Basis und ein Schuss mehr Selbstvertrauen.

„Vor allem muss er noch die Duelle eins gegen eins vermehrt suchen, weil er da eine absolute Stärke hat“, weiß Manfred Schmid. Keles braucht Spielpraxis. „Man muss ihm Zeit geben, das alles umzusetzen“, meint der Trainer.

APA/HERBERT NEUBAUER / HERBERT NEUBAUER
Ziad El Sheiwi: 17 Jahre, Linksverteidiger, 6 Spiele, 1 Assist

Der Aufwärtstrend des Linksverteidigers wurde jäh im Derby gegen Rapid mit einem Kreuzbandriss gestoppt. „Natürlich ist es momentan bitter, aber man kann ihn nicht aufhalten“, ist Ortlechner überzeugt. „Er ist willig und hungrig.“

Auch Schmid freut El Sheiwis Entwicklung. „Er ist ein gescheiter Bursch, weiß, was er will.“ Der 17-Jährige gilt als Aktie für die Austria. Beim letzten Pass, in den Zweikämpfen und im taktischen Defensivverhalten steckt bei ihm noch mehr Potenzial. Schmid: „Er hat Selbstvertrauen und vor allem keine Angst.“

APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER / EXPA/FLORIAN SCHROETTER
Leonardo Ivkic: 18 Jahre, Rechtsverteidiger, 10 Einsätze, 1 Assist

Robust, lernfähig, willensstark. Wohlklingende Attribute. Der Trainer fordert aber verbesserte Abläufe und noch mehr Arbeit beim Flankenspieler. „Die nötige Einstellung bringt er mit, zudem nimmt er vieles sehr schnell an.“

Ortlechner meint: …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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