Von Tracht bis Zahnbürste: Olympische Ausrüstung für Österreichs Athleten

Sport

Die 80 ÖOC-Sportler werden offiziell eingekleidet. Judoka Michaela Polleres und Kanute Felix Oschmautz sind die Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier.

Was dieser Tage im Mariott Hotel auf der Wiener Ringstraße passiert, gleicht einem One-Stop-Shop für Spitzenathleten. Die Olympiasportler und ihre Trainer- und Betreuerteams kommen hier zur Einkleidung zusammen und nehmen dabei nicht nur ihre offizielle ÖOC-Olympiakleidung für Paris entgegen, sondern nutzen die Stunden in Wien auch für einen regen Austausch untereinander – und Pressetermine.

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Bahnradfahrer Tim Wafler bei der offiziellen Einkleidung

Im Stundentakt checkten die Athleten ein, um sich Koffer, Funktionskleidung, Tracht sowie Utensilien wie Zahnbürsten, Ohrenstöpsel, Armbanduhren und Sonnenbrillen abzuholen. Rund 60 Teile im Wert von über 4.000 Euro sind es, die die 80 Athleten und Athletinnen aus Österreich erhalten. 38 von ihnen sind erstmals bei Olympischen Spielen dabei. Die erfahrenste Teilnehmerin ist Victoria Max-Theurer, die zum sechsten Mal dabei ist.

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Victoria Max-Theurer ist zum sechsten Mal bei Olympischen Spielen

Größe XXXL

Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger war schon zweimal bei Sommerspielen. Da häuft sich die Funktions- und Festkleidung mit Olympia-Logo bereits daheim in Taufkirchen an der Pram. Verschenken, wie bei vielen anderen Kollegen und Kolleginnen ist bei ihm nur bedingt eine Option: Mit 145 kg und einer Größe von 1,96 m trägt der Oberösterreicher XXXL und Schuhgröße 49.

Die Kleidung passt – ebenso die Stimmung. Beste Voraussetzung für gute Leistungen. Nach den jüngsten Erfolgen der österreichischen Sommersportler etwa in der Leichtathletik und in Schwimmbewerben habe man „berechtigte Hoffnungen auf Topleistungen und auch Medaillen“, sagt Chef de Mission Christoph Sieber, selbst Olympiasieger im Surfen 2000 in Sydney. Seit damals (94 Teilnehmer) gab es nicht mehr ein derart großes Feld bei Sommerspielen.

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Es sind die ersten Spiele mit Geschlechterparität im internationalen Feld, ist Karl Stoss stolz. Im österreichischen Team habe man das heuer nicht geschafft. 37 Frauen und 43 Männer aus allen neun Bundesländern starten in 26 Disziplinen.

Eröffnung auf der Seine

Neu wird für Debütantinnen und Routiniers in diesem Jahr das Erlebnis Eröffnungsfeier am 26. Juli sein, denn die Athleten und Athletinnen werden dabei nicht mit den Fahnen ins Stadion einziehen, sondern als Teams in Booten über die Seine fahren. Die rot-weiß-rote Fahne werden dabei Wildwasser-Kanute Felix Oschmautz und Judoka Michaela Polleres tragen, die ob dieser Ehre immer noch begeistert sind: „Als ich das am Sonntag erfahren habe, hab ich es gleich jedem erzählt, den ich getroffen hab’.“

Polleres, die in Tokio Olympia-Silber gewann, hatte eigentlich mit der Goldmedaillengewinnerin im Straßenrad, Anna Kiesenhofer, gerechnet. „Ich wusste aber nicht, dass sie am nächsten Tag einen Bewerb hat, wodurch sie nicht infrage kommt.“

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Victoria Hudson in ÖOC-Tracht

Baden und Podcasts

Bis zu ihren Bewerben am 30. bzw. 31. Juli haben Oschmautz und Polleres nach der Eröffnung mehrere Tage Zeit, die sie mit Trainings und Ruhezeiten in Paris verbringen. „Dann ist Beschäftigungstherapie angesagt“, sagt Kanute Oschmautz. Er werde „aufs Flachwasser gehen, baden, sich aktivieren, viel spazieren, Sudoku, telefonieren und Podcasts, damit die Zeit vergeht.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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