Vor der Revanche in Salzburg: Was Sturms Sportchef Schicker zu den Sperren sagt

Sport

Andreas Schicker wünscht sich vor dem Cup-Halbfinal-Schlager in Salzburg mehr Transparenz vom Schiedsrichterwesen und kritisiert noch einmal den VAR.

In den Foren gehen die Wogen hoch. Da wird vor dem Cup-Halbfinal-Schlager zwischen Salzburg und Sturm (20:45) scharf gegen die Bundesliga geschossen, im Besonderen gegen den Strafsenat und den VAR. Was war passiert? Beim jüngsten Ostersonntag-Gastspiel des Meisters in Graz (1:0 siegten die Salzburger) gab es in der heißen Nachspielzeit drei Rote Karten nach filmreifen Ringkämpfen: Die Sturm-Spieler Jon Gorenc Stankovic und Dimitri Lavalee erhielten zwei Spiele Sperre, der Belgier jedoch für ein Match bedingt. Dasselbe Urteil wurde über den Salzburger Lucas Gourna-Douath verhängt. Dazu wurde Sturms Sportchef Andreas Schicker am Montag mit einer einmonatigen Funktionssperre bestraft.

VAR patzte

Was in Graz aufregt, ist die Tatsache, dass das Vergehen des Salzburgers Oumar Solet, der Gorenc-Stankovic am Hals packte, nicht behandelt wurde. Für Sturm-Trainer Christian Ilzer war dies sogar „das schlimmste Vergehen“. Weil VAR Manuel Schüttengruber die Szene sah, aber trotz 13 Kameras nicht richtig wahrnahm, handelt es sich um eine Tatsachenentscheidung – deshalb wurde kein Verfahren gegen den Salzburger eingeleitet. Auf den Bildern ist aber eindeutig eine Tätlichkeit erkennbar. „Um das zu sehen, hätte ein alter Röhrenfernseher gereicht“, nimmt es Sturms Schicker mittlerweile mit einer Brise Humor.

Natürlich, unmittelbar nach der Partie hat er sich geärgert. „Unsere Spieler wurden wegen Tätlichkeit, Gourna-Douath mit dem gleichen Vergehen wegen Unsportlichkeit ausgeschlossen“, sagt Schicker. Mittlerweile sei der Ärger aber verflogen, „auch, wenn uns die Spieler fehlen werden. Aber wir werden auch in Salzburg ein schlagkräftiges Team stellen.“

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Auch über seinen Ausschluss ist etwas Gras gewachsen und sogar Einsicht eingekehrt. „Das war ein Fehler, ich habe zwar keineswegs etwas Beleidigendes gesagt, muss aber nicht auf das Spielfeld gehen.“ Nachsatz: „Aber vielleicht hat die Liga ja auf so etwas gewartet.“ Die Strafe vom Herbst (Schicker berührte in Rage Schiedsrichter Julian Weinberger leicht) sei für viele zu gering ausgefallen (500 Euro). Der erfolgreiche Sportchef wünscht auch mehr Transparenz von den Schiedsrichtern, „dass man Einblicke in die Videoaufnahmen bekommt“.

Frieden gefunden

Trainer Ilzer hat den Ostersonntag abgehakt. Zumindest fast. „Der, der an der Spitze steht, hat noch mehr Förderung, bekommt noch mehr Gunst. Das wird sich nicht ändern“, sagte der Steirer. „Ich habe diese Erklärung gefunden und so schnell meinen Frieden gefunden.“

Gerhard Struber beschäftigt der Ostersonntag nicht mehr, Salzburgs Trainer denkt schon an die nächste Sturm-Aufgabe. „Wir haben das vergangene Bundesliga-Spiel sehr positiv erledigt. Jetzt sind unsere Sensoren voll auf unsere Cup-Aufgabe ausgerichtet.“ Und Mads Bidstrup, Siegtorschütze in Graz, weiß: „Es sind meist dieselben Dinge, die bei diesen Duellen auf uns zukommen, nämlich viel Intensität und ein sehr starkes körperliches Spiel.“

Hoffentlich Fußball und keine Ringkämpfe wie in Graz, wo alles andere als Osterfrieden herrschte. Schiedsrichter ist im Übrigen der Tiroler Walter Altmann. „Ein sehr guter Spielleiter mit einem guten Gefühl“, sagt Schicker, der generell will, dass wieder mehr Ruhe in den Liga-Alltag kommt. „Auch wenn ich selbst am Sonntag nichts dazu beitrug.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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