Vorentscheidung? So nervt Meister Salzburg die Verfolger

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Nach dem Sieg bei Sturm Graz hat der Meister alle Trümpfe zur Titelverteidigung in der Hand.

Mit dem Sieg bei Sturm Graz, dem ersten Verfolger, hat Meister Salzburg einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Vielleicht handelt es sich schon um eine Vorentscheidung. Mit fünf Punkten Vorsprung auf Sturm Graz und zehn auf den LASK lässt es sich nun im Frühjahr leichter aufspielen. Mit der Zeitumstellung hat in der Liga wieder eine neue, alte Zeitrechnung begonnen.

APA/ERWIN SCHERIAUVorbereitungszeit

In den vergangenen drei Saisonen grasten die Bullen nach der Winterpause auch auf internationaler Ebene. Zwar niemals lange, aber kurz gab es doch die Mehrfach-Belastung. Heuer konnte man sich ganz auf Liga konzentrieren, während Sturm vier Europacup-Spiele und damit englische Wochen in den Beinen hatte.

Dominanz im Finish

 Wenn es drauf ankam, wenn die entscheidende Phase kam, waren die Salzburger auch ob des breiteren Kaders eine Klasse besser als die Gegner. Seit Einführung der Meistergruppe (2018) gab es in fünf Jahren lediglich drei Niederlagen. Eine davon gegen Sturm am 27. April 2022, gegen die Grazer hat man aber die restlichen neun (!) Spiele allesamt gewonnen. Die Bilanz in den Meistergruppen inklusive der bisherigen Saisonpartien: 52 Spiele, 40 Siege und drei Niederlagen.

APA/ERWIN SCHERIAUDie Routine und Ruhe

Zehn Meistertitel in Folge – in Salzburg weiß man eben schon, wie es funktioniert. In Europa waren zuletzt nur die Bayern erfolgreicher in ihren Gefilden (elf Meistertitel in Folge) – diese Serie wird hingegen reißen. In Salzburg fokussiert man sich auf das Sportliche, man braucht keine Seitenblicke auf die Konkurrenten.

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Der Angriff

Die Salzburger erzielten bereits 26 Stürmertore, bei den Grazern sind es bisher 15. Und vier davon gingen auf das Konto von Manprit Sarkaria, der bis zum Saisonende wegen eines Knöchelbruches ausfällt. Was die Zahl der Torschützen betrifft, gibt es hingegen kaum Unterschiede. Bei Salzburg gab es in dieser Saison 14, bei Sturm 13 verschiedene Schützen. Insgesamt trafen die Salzburger aber zehn Mal öfter (51).

APA/ERWIN SCHERIAUDie Konkurrenz

Die Reaktionen der Sturm-Spieler und von Trainer Christian Ilzer fielen nach dem 0:1 emotional aus. Ilzer versicherte zwar, dass man bis zum Schluss tapfer kämpfen werde, räumte aber auch realistisch ein: „Es war ein richtungsweisender Sieg für Salzburg.“ Man merkte den Grazern an, dass ihnen der fehlende Lohn für die harte Arbeit besonders wehtat.

Das Momentum

Spätestens jetzt ist es aufseiten der Salzburger. Sturm muss auf Umfaller des Meisters hoffen und darf sich gleichzeitig keine Blöße geben. Nicht, dass die Grazer nicht die Qualität dazu besitzen, doch der Druck auf die Psyche wird von Runde zu Runde größer.

Am Donnerstag gibt es ein Wiedersehen im Cuphalbfinale. Ein Finaleinzug wäre für Sturm nicht nur gut fürs Gemüt.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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