Was sich durch den Deal um 4,2 Milliarden Euro für die MotoGP ändert

Sport

Liberty Media kauft alle Zweiradklassen. Wird die Motorrad-Weltmeisterschaft dadurch noch attraktiver?

Kurz vor Mittag wurde der Deal am Ostermontag offiziell bekannt gegeben, da lag der unterschriebene Vertrag im Nest. Liberty Media, der Rechteinhaber der Formel 1, übernimmt auch die MotoGP, die wichtigste Motorrad-Rennserie der Welt, sowie auch die Moto2, Moto3 und die Superbike-WM, sowie die Frauen-WM-Serie. Die Vereinbarung sieht vor, dass Dorna Sports der exklusive Inhaber der Werbe- und Fernsehrechte der MotoGP bleibt, wie ein unabhängig geführtes Unternehmen.

Was bedeutet der Deal nun für die MotoGP, die vor einigen Jahren der Formel 1 in Sachen Sympathien, Spannung und Begeisterung davongebraust war?

Was bleibt?

Carmelo Ezpeleta, der seit 1994 CEO ist, bleibt in seiner Position und führt Dorna Sports mit seinem Managementteam weiter.

Der Sitz des Unternehmens bleibt in Madrid. Liberty Media wird 86 Prozent von Dorna erwerben. Das Dorna-Management behält 14 Prozent seines Eigenkapitals am Unternehmen. Der Transaktionspreis entsprach einem Unternehmenswert von 4,2 Milliarden Euro. „Wir freuen uns, mit der Übernahme der MotoGP unser Portfolio an führenden Live-Sport und Unterhaltungsangeboten zu erweitern“, sagte Greg Maffei, der Präsident und CEO von Liberty Media.

Was wird sich ändern?

Die Rennserie soll, ähnlich wie bei der Formel 1, breiter, sprich weltweiter aufgestellt werden. „Die MotoGP ist eine globale Serie mit einer treuen und enthusiastischen Fangemeinde. Sie bietet faszinierende Rennen bei einem Finanzprofil, das einen hohen Cashflow generiert. Wir wollen den Sport weiter wachsen lassen.“

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta spricht von einem „nächsten Schritt“ in der Entwicklung der MotoGP. Durch die Dorna-Vorherrschaft wurde die MotoGP mit den drei Rennserien zu einer von Spanien dominierten Angelegenheit mit italienischer Beteiligung. Nun könnten auch andere Nationen eine wichtige Rolle spielen.

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Braucht es Stars?

Liberty Media sorgte mit einer Netflix-Serie für einen Boom der Formel 1 vor allem in den USA. Ähnliches könnte man mit der MotoGP vorhaben, die vor kurzem mit Valentino Rossi ihr bekanntestes Gesicht verloren hat. Es geht um Idole, die angehimmelt werden und als Merchandising-Zugpferde fungieren. Der aktuelle Doppelweltmeister Francesco Bagnaia ist (noch) ebenso wenig ein Strahlemann wie sein Herausforderer Jorge Martin. Serien-Weltmeister Marc Márquez ist nach einem schweren Unfall in Jerez nicht mehr der bekannte Dominator.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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