Bittere Millionenpleite eines bekannten Fleischereibetriebs und Schlachthofs

Wirtschaft

Laut Eigenantrag sind rund 182 Gläubiger betroffen, darunter 89 Landwirte.

„Die Begeisterung und die Liebe zum Beruf wurde bei uns von Generation zu Generation weitergegeben und macht das Familienunternehmen Pöll zu einem wichtigen Bindeglied zwischen regionaler Landwirtschaft und verantwortungsbewussten Fleischkonsumenten“, heißt es auf der Firmen-Homepage. „Seit jeher ist der Name Pöll mit dem Berufsstand der Viehhändler und Fleischhauer eng verwurzelt. Voraussetzung für eine einwandfreie Qualität sind Tiere aus artgerechter Haltung und guter, hochwertiger Fütterung. Der Lebendvieheinkauf ist Chefsache, die langjährige gute Partnerschaft zu den Landwirten ist unumgänglich. Wir stehen mit unserem Namen für ökologisches und ethisch verantwortungsvolles Handeln zur Bewahrung der Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Umwelt!“

Über das Vermögen der Friedrich Pöll Gesellschaft m.b.H. & Co. KG mit Sitz in Vorchdorf wurde am Montag aufgrund eines Eigenantrages ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wels eröffnet. Das bestätigt der Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 25 Dienstnehmer. Laut Eigenantrag sind rund 182 Gläubiger betroffen, darunter rund 89 Landwirte. 

„Die Friedrich Pöll Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, wurde 1989 gegründet, jedoch gehen ihre Ursprünge in das Jahr 1955 zurück. Die Antragstellerin betreibt einen EU-Schlachthof und einen Fleisch- und Wursterzeugungsbetrieb und beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Schlachtung und Zerlegung, der Wursterzeugung und Catering sowie dem Groß- und Einzelhandel von  Fleisch- und Wurstprodukten überwiegend in Oberösterreich“, heißt es weiter.

Insolvenzursachen

Laut Eigenantrag „resultiert die Insolvenz daraus, dass die Friedrich Pöll Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, unter anderem auch an ausländische Unternehmen geliefert und aus der Belieferung von anderen Kunden Forderungsausfälle von rund 350.000 Euro erlitten hat, welche nicht mehr finanziert werden konnten.“

  Gold und Kupfer erreichen Rekorde

Die Aktiva betragen 870.000 Euro, die Passiva 3,7 Millionen Euro.

Die Zukunft

Das Unternehmen bietet seinen Gläubigern einen Sanierungsplan in Höhe von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes. Dieser soll offensichtlich aus der Fortführung des Unternehmens finanziert werden. Der KSV1870 wird im Zuge der Sanierungsplan-Verhandlungen ein Finanzierungskonzept verlangen. „Der Insolvenzverwalter wird prüfen, ob die Unternehmens-Fortführung ohne weitere Verluste für die Gläubigerschaft möglich ist“, sagt Alexander Meinschad vom KSV1870.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.