Coronakrise: Gute Noten für das Krisen-Management der Regierung

Wirtschaft

Beim Hochfahren sehen aber österreichische Top-Manager laut einer aktuellen Umfrage einige Probleme.

Österreich wird noch länger mit den Folgen der globalen Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Das hat das international tätige Beratungsunternehmen Deloitte in einer Umfrage im Mai unter 211 österreichischen Top-Führungskräften analysiert.

Zu den Details: Fast zwei Drittel der Führungskräfte glaubt, dass der Standort Österreich die Krise rasch und gut meistern wird.

Gute Noten für Gesundheitssystem

Das politische Krisenmanagement zu Beginn der Coronakrise wird positiv gesehen. 92 Prozent der Befragten geben hier die Note „Sehr gut“ oder „Gut“.

Die Qualität des Gesundheitssystems wird von 94 Prozent ebefalls sehr positiv bewertet.

Das politische Management beim Hochfahren der Wirtschaft ab Mai 2020 wird von den Führungskräften differenzierter gesehen.

So fehlte es an rascher finanzieller und administrativer Unterstützung für die Betriebe laut den Umfrageteilnehmern teilweise bereits zu Beginn.

Kritik am Hilfsmodus

Diese Unzufriedenheit habe jetzt weiter zugenommen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen fühlt sich aktuell vom Staat noch nicht gut unterstützt.

Und wie soll es jetzt weitergehen? Mit der Unternehmensbesteuerung sind jedenfalls nur 24 Prozent zufrieden.

Bei der Digitalisierung des Bildungssystems fällt die Benotung ebenfalls schlecht aus.

„Bei aller Kritik haben die Befragten aber auch klare Vorteile Österreichs hervorgehoben. Allen voran die rege Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, die starke Infrastruktur, das stabile Umfeld sowie die hohe Lebensqualität“, so Barbara Edelmann, Partnerin bei Deloitte Österreich.

Die Führungskräfte haben klare Vorstellungen, welche Maßnahmen das Hochfahren der Wirtschaft jetzt am besten unterstützen können.

Digitalisierung vorantreiben

So sehen 90 Prozent die Senkung der Lohnnebenkosten als zentralen Hebel. Auch die Digitalisierung der Verwaltung (86 Prozent) und des Schulsystems (82 Prozent) stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.

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Eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und hier vor allem die Mobilität der Arbeitskräfte ist für 84 Prozent ein wichtiges Thema.

Viele sehen außerdem ein Zeitfenster für Investitionsförderungen via Investitionsfreibetrag (80 Prozent) sowie spezielle Förderungen von Umwelttechnologien (78 Prozent).

„Der Standort hat gute Voraussetzungen, um die Krise besser als viele andere Länder zu meistern. Dafür gilt es drei Potenziale zu heben: Reduktion von Kosten, Investitionen in Bildung und Innovation – und bei allen Maßnahmen ein klarer Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. Das kann Österreich zu einem Vorreiter in Europa machen“, resümiert Barbara Edelmann.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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