Die Welt von Elon Musk: Science-Fiction für die Gegenwart

Wirtschaft

Der Multi-Milliardär mischt mit SpaceX das Weltraum-Business auf und hat mit Tesla so etwas wie das automotive iPhone geschaffen

Hinter dem Börsenhöhenflug von Tesla und der Rekordjagd bei Bitcoin steht ein Name: Elon Musk. „Amerikas badass CEO“ (zu deutsch: härtester Chef) bewegt die Kurse per Twitter-Nachricht. Für seine Anhänger ist er „Papa Musk“, sie hängen ihm an den Lippen.

Wenn es ihm gerade passt, senkt er den Daumen über Whatsapp von Facebook und wirbt für den Messengerdienst Signal. Er legt sich nicht nur mit Mark Zuckerberg an, er matcht sich auch mit Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der reichste und zweitreichste Mensch der Welt – je nach Schätzung und Aktienkurs ist einmal Musk, einmal Bezos vorne – wetteifern um die Vormachtstellung im milliardenschweren Satellitengeschäft. Momentan hat Musk, Rückschlägen zum Trotz, klar die Nase vorn.

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Für die einen ist er ein Spinner, der zum David-Bowie-Klassiker „Space Oddity“ ein Tesla-Cabrio ins All geschossen hat, das nun schon seit drei Jahren die Erde umkreist. Für die anderen ist er schlicht ein unternehmerisches Genie: die Mischung aus Henry Ford und John D. Rockefeller, wie der Biograf Ashlee Vance schreibt.

Gestärkt nach Misserfolg

Musks Firmengründungen lesen sich jedenfalls wie ein Auszug aus dem Who’s who der zukunftsträchtigsten Unternehmen der Welt: Mit PayPal revolutionierte er das Zahlen im Internet. Mit Tesla schreckte er die Autoindustrie auf und SpaceX kann als einziges Unternehmen ein Raumschiff mit großer Nutzlast wieder auf die Erde zurückbringen. Sein erklärtes Ziel: zum Mars fliegen.

Zwar ist sowohl im Dezember als auch im Februar ein Prototyp der neuen SpaceX-Rakete (Starship) explodiert, aber Aufgeben kennt Musk nicht. Soeben hat er 850 Millionen Dollar frisches Kapital für sein Weltraum-Abenteuer eingesammelt. Im November startete die erste Routinemission einer bemannten SpaceX-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS. Und 2023 will der japanische Milliardär Yusaku Maezawa mit acht Passagieren im Starship zum Mond fliegen. Weil Maezawa und seine Gäste aber nicht landen, sondern den Mond umrunden wollen, werde die Crew „weiter kommen, als irgendein Mensch jemals von der Erde aus“ gelangt sei, schwärmt Musk schon heute.

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Der in Südafrika Geborene, der nur zwei Tage an der Elite-Uni Stanford verbrachte, weil er lieber Internet-Unternehmer werden wollte, hat einen Kultstatus erreicht wie vor ihm nur Apple-Gründer Steve Jobs.

In den USA steht SpaceX im Zentrum des Musk-Kults. Auch österreichische Firmen wie Schoeller Bleckmann rühmen sich ihrer Geschäftsbeziehung zu SpaceX. Flugzeugzulieferer FACC, der seit 2009 mehrheitlich in chinesischem Besitz ist, baut seine US-Repräsentanz in Seattle aus, um der Kundschaft von SpaceX bis Boeing näher zu sein.

In Europa ist Musk vor allem mit Tesla bekannt und der Konkurrenz von VW & Co bisher meist einen Schritt voraus. Der neueste Schlag: Tesla macht sich mit der weltweit 4. „Giga-Fabrik“ bei Berlin breit. Nach den Plänen entstehen eine riesige Auto- sowie die weltgrößte Batteriefabrik. Musk investiert Milliarden in den Standort im ehemals benachteiligten deutschen Osten – mit Arbeit für zig Tausende inklusive. Die Antwort aus Wolfsburg ließ nicht lange auf sich warten: VW plant für die nächsten fünf Jahre 35 Milliarden Euro für E-Mobilität und neue Batteriewerke ein.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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