Gedimmte Zukunft : Osram-Continental schließt seine Berliner Entwicklungsabteilung

Wirtschaft

Es war am vorigen Freitagabend kurz vor sieben Uhr, als Thomas Wetzel die Nachricht erhielt, dass der österreichische Sensorhersteller AMS mit seiner geplanten Osram-Übernahme gescheitert war. Für Wetzel war es eine gute Nachricht. Der Betriebsratsvorsitzende des Osram-Werks in Spandau hatte in den zurückliegenden Wochen keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber dem Plan der Österreicher gemacht.

Zwar ist auch ihm klar, dass Osram „ein Übernahmekandidat geworden“ ist, aber das Unternehmen aus der Steiermark sollte nicht der neue Eigentümer werden. Wetzel befürchtete die Zerschlagung von Osram. „Da geht es nur um Kohle, nicht um die Menschen und den Standort“, sagt Wetzel. „Das ist pervers.“

Der Standort Berlin, das ist zugleich auch der Geburtsort des Osram-Konzerns. Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde das Unternehmen in Berlin gegründet, das heute mehr als 27.000 Menschen beschäftigt und seinen Hauptsitz in München hat.

Berlin hat nur noch ein Werk, dessen Belegschaft seit dem Ende der klassischen Glühbirne Mitte der Neunziger immer weiter zusammengestrichen wurde. Teilbereiche wurden abgestoßen.

Osram ist stark vom Autogeschäft abhängig

Heute reicht die Arbeit bei Osram an der Nonnendammallee noch für 700 Leute. Sie fertigen Speziallampen für die Filmbranche und Handyhersteller. Das Hauptprodukt aber sind Xenon-Lampen für Autoscheinwerfer, für die die Nachfrage jedoch bedrohlich sinkt.

Glaubten die Osram-Strategen Mitte des Jahrzehnts noch, in der zweiten Hälfte dieser Dekade jährlich gut 14 Millionen Xenon-Lampen produzieren zu können, waren es 2017 tatsächlich nur zehn Millionen Leuchten. 2018 ging die Fertigung um weitere dreieinhalb Millionen Lampen zurück.

Wie lange geht das noch? Bei Osram legt sich dazu offiziell niemand fest. Das als Lampenhersteller groß gewordene Unternehmen will ein Hochtechnologiekonzern werden. Lichtchips und Sensoren…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Wirtschaft

      

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