Geschockt oder Gefasst? So reagieren die Finanzmärkte auf die EU-Wahl

Wirtschaft

Vor allem in Paris stehen die Kurse nach der Neuwahlankündigung unter Druck, Rechtsruck bringt Unsicherheit

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wagt nach der krachenden Niederlage seines Mitte-Lagers bei der Europawahl die Flucht nach vorn. Noch vor Beginn der Olympischen Spiele im Land sollen die Französinnen und Franzosen in zwei Wahlgängen am 30. Juni und am 7. Juli über die Zusammensetzung der Nationalversammlung entscheiden.

Reagierten die Märkte in anderen europäischen Hauptstädten eher gefasst auf den Rechtsruck in Europa, so ging es mit dem Pariser Leitindex CAC-40 am Montag recht kräftig nach unten. Der französische Aktienindex verlor am Vormittag 1,57 Prozent auf 7.876,23 Punkte.

An anderen Börsen fielen die Abgaben etwas moderater aus. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 1,08 Prozent auf 4.996,81 Punkte. Der deutsche DAX verlor 0,68 Prozent auf 18.431,87 Zähler. Auch in Wien ging es nach unten. Der ATX fiel um 0,69 Prozent auf 3.633,57 Punkte. Der britische FTSE ermäßigte sich um 0,23 Prozent auf 8.226,13 Punkte.

Belastet wurden die Märkte Analysten zufolge vom guten Abschneiden extrem rechter Parteien in mehreren Ländern. „Der Rechtsruck in Europa bringt politische Unsicherheit zurück auf das Börsenparkett“, sagte der Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

An der Pariser Börse litten Bankwerte am stärksten unter den damit verbundenen Unsicherheiten. So waren die Aktien von Societe Generale und BNP Paribas mit Verlusten von 5,7 bzw. 4,7 Prozent die größten Verlierer im CAC-40. Unter den größeren Verlierern fanden sich auch die Titel des Baukonzerns Vinci und des Energiekonzerns Engie mit Abgaben von um die 4 Prozent.

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Aber auch an anderen Börsen drückte das starke Abschneiden rechter und rechtsextremer Parteien bei der Europawahl Analysten zufolge auf die Stimmung. Der Wahlausgang war nicht nur für die französische Regierung, sondern auch für die deutsche Ampelkoalition eine bittere Pille, kommentierte Analyst Christian Henke vom Broker IG.

Im deutschen DAX zählten die Autohersteller Porsche (minus 3,6 Prozent) und Volkswagen (minus 1,6 Prozent) zu den stärksten Verlierern. Schwach zeigten sich auch die Aktien von Unternehmen aus der Energiebranche. Im DAX büßten die Titel des Stromversorgers RWE 2,1 Prozent ein. Abseits des DAX fielen die Titel des Windkraft-Anlagenbauers Nordex um 3,7 Prozent. Aktien von SMA Solar fielen um 2,5 Prozent.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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