Hoteleröffnung in Wien: Goldene Zwanziger im „Die Josefine“

Wirtschaft

Nach einer langen Renovierungszeit erstrahlt „Die Josefine“ in neuem Glanz und versetzt seine Gäste zurück in die 1920er Jahre.

In der Esterházygasse, nahe der Mariahilfer Straße, wurde aus dem ehemaligen Hotel ’Fürst Metternich’ ’Die Josefine’. Hinter dem „20 ies Boutique Hotel“ stehen der umtriebige Hotelier Michael Stallmajer (’The Guesthouse Vienna’ früher ’Das Triest’) und die Hoteldirektorin Susanne Hofmann.

Hotel mit Geschichte

Der Name Josefine kommt nicht von ungefähr: Das Hotel erzählt die Geschichte der Josephine de Bourblanc, einer jungen französischen Aristokratin, die als Tochter eines Botschafters 1895 in Wien geboren wurde. Im selben Jahr erwarb ihr Vater Anteile an einem neu erbauten Gebäude, das später zu einem Hotel werden sollte.

Von Paris nach Wien

Nach ihrem Studium in Paris kehrt sie nach Wien zurück und folgt ihrer Berufung als Gastgeberin in eben diesem Hotel.

Goldene Zwanziger

Doch nicht nur der Name des neu renovierten Hotels erinnert an die ehemalige Aristokratin. Auch die Einrichtung versetzt die Gäste zurück in die Goldenen Zwanziger.

Wiener Geflecht und Art déco

Die Renovierung des Gründerzeithauses nach Plänen des Architekten Daniel Hora, Inhaber des Architekturbüros ’Megatabs’, setzt auf verspielte Details, Design im Stil des Art déco und Wiener Geflecht.

Heimische Manufakturen

Zum Zug kamen dabei ausschließlich heimische Manufakturen. Die handgefertigten Matratzen der Boxspringbetten kommen von ’Ramini Homedesign’ aus dem niederösterreichischen Etsdorf am Kamp.

Samt, Marmor und Holz

Die dominierenden Materialien im gesamten Hotel sind Samt, grüner Marmor und Holz. Generell wurde bei der Ausstattung darauf geachtet, „dass wir vieles vom Haus, das bereits vorhanden war, bewusst erhalten und Neues so geschaffen haben, dass es zum Charakter des schönen Hauses und in die Zeit der 20 iger Jahre passt“, erklärt Inhaber und Hotelprofi Stallmajer.

  Das Rindvieh als Landschaftsgärtner

Wiener Künstler 

Die einzigartigen Kunstwerke, die die dunkelroten Wände der Hotelgänge zieren, stammen vom Wiener Künstler Ben Reyer. Dieser ist vor allem für seine gesellschaftskritischen Collagen bekannt, für die er unter anderem auf alte Magazine, Poster und Zeitungen zurückgreift.

Legendärer Barfly’s Club 

Der charakteristische Stil des Boutique Hotels wird auch im Untergeschoß des Hauses fortgeführt. Dort befindet sich nach wie vor der „Barfly’s Club“– eine Institution unter den Wiener Cocktailbars. Auch er hat ein Facelifting bekommen. Mit seinen Wänden aus grünem Marmor, großen Spiegeln und samtbezogenen Hockern erinnert er an Szenen aus dem Film „The Great Gatsby“.

The Great Gatsby

Ist es nicht riskant, in Zeiten von Corona ein Hotel neu zu eröffnen? „Ja, das ist es“, gibt Stallmajer zu. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft: „Ein Hotel ist ein langfristiges Geschäftsmodell, und nach der Pandemie wird qualitätsvolles Reisen einen höheren Stellenwert haben als davor.“

©Tina Herzl

Samt, Messing,grüner Marmor und Holz 
sind die dominierenden Materialien in den 49 Zimmern
des Hotels ’Die Josefine’ 

©Tina Herzl

So badet man im Hotel “ Die Josefine“ 

©Tina Herzl.

Der legendäre „Barfly’s Club“ erstrahlt in neuem Look. Wie aus einer Szene aus „The Great Gatsby“ 

Tina Herzl

Rote Wände und Kunstwerke des Wiener Künstlers Ben Reyer zieren die Hotelgänge

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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