Inflation: Die Preisspirale dreht sich weiter

Wirtschaft

Die Inflation nahm 2022 Fahrt auf und verbleibt auch 2023 auf hohem Niveau. Das wirkt sich auf die Wohnungsmieten aus.

Bereits 2022 wurden die Richtwert- und die Kategorie-Mieten gesetzlich angepasst. Im April steht nun eine weitere Erhöhung der Richtwertmieten im Zuge der Inflationsanpassung bevor. Zwar veröffentlicht das Justizministerium die bevorstehende Anpassung erst im März, doch die Arbeiterkammer hat bereits jetzt ausgerechnet, wie stark die Mieten sich diesmal erhöhen . „Ab 1. April werden die Richtwertmieten um 8,6 Prozent steigen. Für einen Mieter oder eine Mieterin sind das durchschnittliche Mehrkosten von rund 490 Euro im Jahr“, so Thomas Ritt, Experte der Arbeiterkammer. Warum die Mieten aktuell so stark steigen, hat mit der hohe Inflation zu tun, denn die Mieten sind gesetzlich an den Verbraucherpreisindex (VPI) gekoppelt. Die Höhe der jeweiligen Anpassung ergibt sich aus der Jahresinflationsrate des Vorjahres.

APA/BARBARA GINDLIndexanpassung 

Die Anhebung betrifft österreichweit rund 300.000 Haushalte, vor allem Bewohner privater Altbauwohnungen mit Mietverträgen ab März 1994, aber auch Mieter von Gemeindewohnungen. Bestehende Mietverträge können ab Mai angehoben werden, Neuverträge schon ab April. Damit Vermieter ihren Mietern die höheren Mietzinse vorschreiben dürfen, muss im Mietvertrag ein Schwellenwert angegeben sein, der besagt, wann die Miete an die Inflation angepasst werden darf. „Immer wenn diese Schwellenwerte überschritten werden, darf eine Mietzinserhöhung durchgeführt werden“, erklärt Elke Hanel-Torsch von der Mietervereinigung.

Richtwert plus Zu- und Abschläge

Die Richtwerte sind je nach Bundesland unterschiedlich hoch. Die Richtwertmiete setzt sich aus dem im jeweiligen Bundesland gültigen Richtwert sowie Zu- und Abschlägen zusammen. Eigentlich werden die Richtwertmieten alle zwei Jahre an die Inflation angepasst. Weil aber die Erhöhung für das Jahr 2021 corona-bedingt auf 2022 verschoben wurde, steht heuer bereits die nächste Anhebung bevor.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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