Jochen Hanebeck wird neuer Chef von Infineon

Wirtschaft
FILE PHOTO: Ploss, CEO of German semiconductor manufacturer Infineon poses before the company's annual shareholder meeting in Munich

Er folgt am 1. April Langzeitchef Reinhard Ploss nach. Er leitete schon bisher das Tagesgeschäft beim Chipkonzern.

Der deutsche Chiphersteller Infineon hat einen Nachfolger für seinen scheidenden Vorstandschef Reinhard Ploss gefunden. Der bisherige Chef des Tagesgeschäfts, Jochen Hanebeck, wird zum 1. April 2022 neuer Vorstandsvorsitzender, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen.

Ploss führt das Unternehmen, das in Österreich die Tochter Infineon Austria mit einem großen Werk in Villach in Kärnten hat, seit 2012. Er sollte den Posten nach früheren Angaben eigentlich erst Ende 2022 abgeben. Hanebeck wurde 1968 geboren und gehört dem Infineon-Vorstand seit 2016 an. Sein neuer Vertrag als Vorstandschef läuft den Angaben zufolge bis Ende März 2027.

REUTERS / MICHAEL DALDER

Tritt ab: Infineon-Boss Reinhard Ploss

Krisengewinner

Die Geschäfte von Infineon boomen in der Chipkrise – etwa in der Autoindustrie sind die Halbleiter knapp. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Gewinn auf 1,17 Milliarden Euro mehr als verdreifacht und es ist der höchste Umsatz der Firmengeschichte erzielt worden. Auch für das kommende Geschäftsjahr ist der Konzern zuversichtlich und hat seine Prognose leicht erhöht.

Ins Werk in Villach, dessen Produktion im August anlief und offizielle Eröffnung im September erfolgte, investierte der Konzern über seine Österreich-Tochter 1,6 Mrd. Euro.„Die Kunden reißen uns die Chips aus der Hand, das Timing ist perfekt“, sagte der zukünftige Konzernchef Hanebeck bei der Eröffnung. Ploss bezeichnete den Kärntner Infineon-Standort als „Wurzel der Leistungshalbleiterei“.

Infineon in Österreich

Chefin von Infineon Austria ist Sabine Herlitschka. Neben dem Hauptsitz in Villach hat Infineon Austria Niederlassungen in Wien, Graz, Linz und Klagenfurt. Hierzulande arbeiten 4.500 Menschen für den Konzern, davon fast 2.000 in der Forschung und Entwicklung. Der Forschungsaufwand erreicht pro Jahr fast eine halbe Milliarde Euro, damit gehört die Firma zu den forschungsstärksten Österreichs. Der Umsatz belief sich voriges Jahr auf gut drei Milliarden Euro.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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