Klimakrise ist bei Betrieben ganz oben auf Agenda

Wirtschaft

Sie rechnen damit, dass die Klimakrise einen negativen Einfluss auf ihr Unternehmen hat.

Zuerst die gute Nachricht: Zwei Drittel der Führungskräfte bewerten die Lage in der Unternehmensführung und in der Belegschaft als positiv. Die schlechte Nachricht ist, dass mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass es ihren Kunden und ihrer Branche aktuell schlecht geht.

Das sind Ergebnisse der Studie „Unternehmensmonitor 2020, für die das Sozialforschungsinstitut Sora im Juli im Auftrag des Wirtschaftsberaters Deloitte 614 Führungskräfte heimischer Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern befragte.

Was sind nun die wichtigsten Anliegen von Unternehmen? Neun von zehn Befragten halten die Lohnnebenkostensenkung und keine Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen für „ziemlich bis sehr wichtig“.

Fast zwei Drittel würden im Gegenzug zur Senkung der Lohnnebenkosten eine Erhöhung der Steuern auf fossile Energien oder eine Erhöhung der Kommunalsteuern in Kauf nehmen.

Außerdem fordern 80 Prozent die Einführung einer einheitlichen Dienstgeberabgabe und die steuerliche Begünstigung für Investitionen in die Ökologisierung.

Aber vor allem die Klimakrise ist den Unternehmen ein zentrales Anliegen. „Die Corona-Krise hat in vielen Bereichen zu Verwerfungen geführt. In früheren Krisen sind die Öko-Themen vom Tisch verschwunden“, sagt Sora-Geschäftsführer Christoph Hofinger. „Eine große Überraschung ist jetzt, dass der Klimawandel nicht aus den Köpfen verschwunden ist. Zwei Drittel der Befragten sorgen sich um den Klimawandel.“ Sie rechnen damit, dass die Klimakrise einen negativen Einfluss auf ihr Unternehmen hat.

Indes hat die Covid-Krise auch heilsame Effekte. Viele Unternehmen denken darüber nach, wie sie ihr Geschäftsmodell neu gestalten können. „Ganz klar ist, dass es in der Arbeitswelt Veränderungen geben wird“, sagt Bernhard Gröhs Vorstandschef von Deloitte Österreich. 74 Prozent der Manager meinen, dass die Flexibilität der Belegschaft zunehmen wird.

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Aber auch gesundheitsfördernde Maßnahmen, Arbeiten im Home Office und Meetings mit Online-Tools sind ganz oben auf der Agenda. Was die Zukunft betrifft, gibt es laut Deloitte-Partnerin Karin Mair „eine große Besorgnis gepaart mit Kampfgeist“. Tiefe Sorgenfalten bereiten u. a. der Städtetourismus und die Automotive-Branche. Und Gröhs sagt: „Unternehmen, die kein breites Produktportfolio haben, werden nicht überleben und es wird zu Insolvenzen führen.“

Kurier-Grafik
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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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