Nach Verkauf: Mitarbeiterabbau bei Vamed im internationalen Projektgeschäft

Wirtschaft

Es geht um rund 40 von 220 Stellen. Management legt Sozialplan auf. Gesundheits-, Reha- und Thermengeschäft dezidiert nicht betroffen.

Die politische Aufregung um den Verkauf samt Filetierung von Vamed, einem Anbieter von Dienstleistungen für Krankenhäuser (z. B. AKH) und andere Gesundheitseinrichtungen wie Reha-Zentren und Thermen, war in den vergangenen Tagen groß.

SPÖ und Gewerkschaft kritisieren insbesondere den Verkauf des Reha- und Postakutgeschäftes an den französischen Finanzinvestor PAI Partners und sehen dabei – wohl auch dem Wahlkampf geschuldet – sogleich Österreichs Gesundheitsverorgung in Gefahr. 

Die ÖVP erinnerte bereits mehrmals daran, dass der mehrheitliche Vamed-Verkauf an die deutsche Fresenius-Gruppe freilich schon 1996 unter einer SPÖ geführten Regierung stattfand. Und der Bund mit seinem verbliebenen Vamed-Anteil von lediglich 13 Prozent keine Entscheidung beim Mutterkonzern Fresenius herbeiführen oder verhindern hätte können.

Nach den diversen Transaktionen und der Neuordnung der Geschäftsaktivitäten in den vergangenen zwei Monaten steht nun fest, dass im internationalen Projektgeschaft („Health Tech Engineering“) rund 40 Stellen der 220 Stellen abgebaut werden. Es wird in diesem Bereich kein Neugeschäft mehr eingegangen, laufende Projekte sollen bis 2027 fertig gestellt werden.

Für die betroffenen Mitarbeiter, betont das Management in einem internen Rundschreiben, das dem KURIER vorliegt, konnte „kein anderer interner Aufgabenbereich“ gefunden werden. Dezidiert wird festgehalten, dass andere Vamed-Geschäftsbereiche, wie eben der Reha- und Gesundheitsbereich, nicht vom Stellenabbau betroffen seien.

„Gute Persepktiven“

In dem Schreiben an die Belegschaft halten die Vorstände Klaus Schuster und Moritz T. Gaertner fest: „Rund 98 Prozent der aktuellen Arbeitsplätze in der gesamten Vamed-Gruppe erhielten durch verschiedene in den letzten Wochen angekündigte Transaktionen gute Perspektiven für die Zukunft.“ Für die große Mehrheit der einzelnen Geschäftsbereiche seien damit „tragfähige Zukunftslösungen“ gefunden worden.

  Zinsspekulationen und Trump treiben Gold in Rekordhöhe

Gemeint ist der besagte Verkauf des Reha-Geschäfts an PAI Partners sowie der Verkauf des Kerngeschäfts der Vamed in Österreich an ein Konsortium aus Porr und Strabag. Dazu zählen die technische Betriebsführung des Allgemeinen Krankenhauses Wien (AKH), das österreichische Projektgeschäft sowie Anteile an mehreren Thermen in Österreich (Therme Wien, Geinberg, St. Martins).

Für die vom Stellenabbau betroffenen Kolleginnen und Kollegen hat sich das Management mit dem Betriebsrat außerdem bereits auf einen Sozialplan geeinigt. Man wolle die Betroffenen „auch bei der Jobsuche aktiv unterstützen“.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.