RBI hofft auf baldigen Strabag-Deal: „Je früher, desto besser“

Wirtschaft

Um das Engagement in Russland weiter zu reduzieren, will die Raiffeisen Bank International den russischen Anteil am österreichischen Unternehmen kaufen.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) verfolgt aufgrund des russischen Krieges gegen die Ukraine das Ziel, die Geschäfte in Russland zu beenden. Einiges ist dabei bereits gelungen. So wurde laut Bankchef Johann Strobl der Zahlungsverkehr in Russland auf das Volumen von 2019 reduziert.

Ende des Vorjahres wurde zudem ein möglicher Deal bekannt, der helfen würde, das Engagement in Russland weiter abzubauen. Die RBI will über ihre russische Tochter für rund 1,1 Milliarden Euro 24 Prozent der Anteile am österreichischen Baukonzern Strabag erwerben. So könnte ein Teil der im Land eingefrorenen Gewinne eingesetzt werden. Die RBI erzielte im Vorjahr einen Nettogewinn von 2,4 Milliarden Euro, davon stammten 1,3 Milliarden aus Russland.

Diese Strabag-Anteile hält die MKAO Rasperia Trading Limited, ursprünglich im Besitz des Oligarchen Oleg Deripaska. Dieser steht jedoch auf den Sanktionslisten von EU und USA. In der Vorwoche wurde Rasperia an einen russischen Investor namens Iliadis verkauft. „Wir müssen nun überprüfen, in welcher Form diese Transaktion stattgefunden hat und ob alle Sanktionsvorschriften eingehalten wurden“, sagte Strobl bei der Hauptversammlung der RBI. „Nur bei einem positiven Abschluss wird es zu dem Deal kommen.“ Es wäre ein guter Zwischenschritt beim Rückzug aus Russland. Deripaska und seine ihm zugeordneten Unternehmen würden jedenfalls kein Geld erhalten.

Dennoch bedeutet der neue Eigentümer eine Verzögerung des Verkaufs. Ursprünglich war dieser bis Ende März angekündigt, nun wurde kein neuer Zeitpunkt genannt. „Je früher, desto besser“, so Strobl. Die Bank sei mit allen zuständigen Behörden in Kontakt, auch mit jenen in den USA. Für Strobl ist die Transaktion „zulässig und möglich“. Die RBI wolle nach dem Kauf die Strabag-Aktien über einen längeren Zeitraum halten, „weil wir ein wirtschaftliches Potenzial sehen“.

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Dividende

RBI-Aufsichtsratschef Erwin Hameseder betonte in seiner Rede, dass die Bank im Vorjahr trotz der Umstände ihre Stabilität und Resilienz eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe. Die Kapitalausstattung sei weiter gestärkt worden, die Kernkapitalquote liege unter Berücksichtigung der Dividende bei 17,3 Prozent. Die Ausschüttung beträgt insgesamt 411 Mio. Euro bzw. 1,25 Euro je Aktie.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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