Saftige Millionenpleite eines sehr bekannten Weinguts

Wirtschaft

Ein erheblicher Umsatzeinbruch ist die Ursache, das Weingut hat hohe Schulden.

Der bekannte Winzer Anton Bauer aus Feuersbrunn, Betreiber eines gleichnamigen Weinguts, bewirtschaftet rund 40 Hektar Rebfläche und betreibt mit einem Partner die B&W Fine Wine Exports GmbH, die den Wein nach Amerika exportiert.

Nun musste Bauer drei Insolvenzen betragen. Der Einzelunternehmer Anton Bauer, die Anton Bauer GmbH und B&W Fine Wine Exports GmbH haben beim Landesgericht St. Pölten Konkursverfahren beantragt. Das bestätigt Gerhard Weinhofer von Creditreform dem KURIER. „Das Einzelunternehmen Anton Bauer hat knapp 13 Hektar Fläche im Eigentum und weitere 40 Hektar Pachtflächen. Im Einzelunternehmen erfolgte der Weinbau und die Traubenernte.“

Investorensuche gescheitert

Zu den Insolvenzursachen wird ausgeführt, dass in den vergangenen 12 Monaten zu erheblichen Umsatzeinbrüchen gekommen ist. So ist „der Weltweinmarkt derzeit mit 30 Prozent übersättigt, sodass gegenwärtig 30 Prozent mehr Weinbestand vorhanden ist, als abgesetzt werden kann“ heißt es im Insolvenzantrag. „Es steht sohin auch zu befürchten, dass es in der gesamten Weinbranche zu Marktbereinigungen kommen wird.“ 

Anton Bauer selbst war laut Antrag intensiv auf Investorensuche. Es gab etliche Interessenten, deren Einstieg auf Gesprächsebene finalisiert war. Da sich aber ausländische Investoren darunter befanden, scheiterte der Einstieg an grundverkehrsrechtlichen Umständen. Nun suchte Bauer heimische Investoren. Doch diese Suche führt nicht zum Erfolg. Doch die Zahlungsverpflichtungen liefen weiter. „Wenngleich laufende Umsätze erzielt werden, bleiben diese unter den Erwartungen und unter den Ergebnissen der Vergangenheit deutlich zurück“, heißt es weiter. Daher trat die insolvenzrechtliche Zahlungsunfähigkeit ein.

Die Schulden und Vermögen

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Die Verbindlichkeiten des Einzelunternehmers Anton Bauer werden mit 2,78 Millionen Euro beziffert, die der Anton Bauer GmbH mit 1,95 Millionen Euro beziffert, die der Exportgesellschaft B&W Fine Wine Exports GmbH mit rund 702.000 Euro. Das Betriebsgebäude des Weinguts steht im Eigentum des Weinguts.

Die Zukunft

Es zeigt sich, dass eine mögliche Sanierung bzw. die erfolgreiche Erfüllung eines Sanierungsplans nur schwer darzustellen ist, heißt es weiter. „Es könnte jedoch sinnvoll sein, zumindest Teilbereiche einge Zeit lang fortzuführen.“ Das muss aber der Masseverwalter entscheiden

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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