Sechs Star-Absolventen erklären warum sie sich für eine FH entschieden haben

Wirtschaft

Wie unterscheiden sich Fachhochschulen von Universitäten? Der KURIER fragt sechs FH-Alumni.

„Nicht besser oder schlechter, nicht leichter oder schwieriger, einfach nur anders“, so beschreibt die Homepage der österreichischen Fachhochschulen (FH) den Unterschied zwischen FH und Uni. Dem stimmt Katharina Feigl, Studienberaterin bei der Österreichischen Hochschülerschaft zu. Oft wird sie gefragt, ob die Studien-Abschlüsse wirklich gleichwertig sind. Die Antwort: „Früher waren sie es nicht, jetzt schon“. Die Hochschulen würden sich aber dafür in anderen Bereichen unterscheiden. In FHs zahlt man beispielsweise einen Studienbeitrag. Pro Semester etwa 363,63 € plus ÖH-Beitrag (derzeit 22,70 €). Außerdem bieten FHs ein praxisnahes Studium mit verpflichtenden Berufspraktika.

Um zu erfahren, was Fachhochschulen für Studierende so attraktiv macht, fragt der KURIER bei sechs FH-Absolventen mit spannenden Karrieren nach.

storebox / dm/Riebler / Siegrid Cain

Johannes Braith, Petra Mathi-Kogelnik und Romy Sigl 

Mit  Begeisterung

Mit 17 brach Johannes Braith das Gymnasium ab, heute hat er einen Doktortitel und ist Gründer der Logistik-Firma Storebox. Er studierte Logistik  an der FH bfi Wien.  Der  Praxisbezug und  der Kontakt mit Lektoren aus der Privatwirtschaft seien von Vorteil. Aber: „Kann man sich für Themen begeistern, wird man die Inhalte aufsaugen.“ Ganz egal, ob  in einer FH oder Uni. 

Eine  Bereicherung

Nach dem Betriebswirtschaftslehre-Studium wollte Petra Mathi-Kogelnik Berufserfahrung  sammeln. Der  durchstrukturierte Studienplan  des FH-Campus 02 machte das möglich. Sie studierte Marketing & internationale Geschäftstätigkeit und startete   ihre Karriere bei dm. Heute ist sie Teil der Geschäftsführung: „Das FH-Studium wurde als Bereicherung betrachtet.“  

Die Pioniere

  Kommunikationsprofi: „Bei Führungsstärke, hat Harmonie keinen Platz“

Was Romy Sigl studieren wollte, bot keine Universität an. Und sie bevorzugte praxisnahes Studieren. Die FH-Salzburg erfüllte diese Ansprüche mit dem Design- und Produktmanagement-Studium: „Wir waren die Ersten mit diesem Studium am Markt und konnten es als Pioniere mitgestalten.“ Eine Erfahrung, die sie bei der Gründung von Coworking Salzburg nutzte. 

Oliver Ajkovic / tchad blake / surgebright

Julia Kloiber, Nikodem Milewski und Lukas Pastl  

In Themen reinfuchsen

„Die Frage, ob FH oder Uni, hat sich mir nie gestellt“, sagt Julia Kloiber. Das, was sie studieren wollte, wurde nämlich hauptsächlich an FHs angeboten, etwa an der FH Joanneum in Graz. Sie studierte Informationsdesign und ist heute Co-Gründerin der Organisation Superrr Lab:  „Ich habe gelernt, wie man sich laufend fortbildet und in Themen reinfuchst.“ 

Alles für einen Grammy

Vieles habe sich Nikodem Milewski selbst beigebracht. Das MultiMediaArt-Studium an der FH Salzburg zeigte ihm aber, wie man seine Arbeit reflektierter betrachtet. Was ihm heute als Musikproduzent weiterhilft. Denn er will Hits produzieren und arbeitet dafür gemeinsam mit Künstlern wie Helene Fischer und Felix Jaehn. Platin-Schallplatten und Amadeus Awards zieren bereits seinen Lebenslauf. „Irgendwann auch ein Grammy“, ist Milewski sicher. 

Ohne  Verzögerungen

Die Brüder Lukas (im Bild) und Thomas Pastl  sind die Co-Geschäftsführer der Zell- und Gewebebank surgebright. Beide studierten an der FH bfi  Wien. Warum? „Es ist besser organisiert und das Risiko, dass sich das Studium verzögert, weil man nicht in einen Kurs kommt, ist geringer“, sagt Lukas Pastl. „Außerdem hat man Lektoren aus der Praxis.“ 

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

  Bier bald auch in kleinen Mehrwegflaschen erhältlich

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.