Slowenische Bankengruppe greift nach der Addiko Bank

Wirtschaft

Großbank NLB würde 20 Euro pro Aktie für ehemalige Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken bieten. Addiko-Aktie hebt ab.

Die slowenische Bankengruppe NLB (Nova Ljubljanska Banka) will die Mehrheit an der Addiko Bank mit Sitz in Wien übernehmen. Geboten werden 20 Euro pro Aktie, hieß es in einer Mitteilung der Webseite der Laibacher Börse. Der Preis entspricht einer Prämie von 4,99 Prozent im Vergleich zum Börsenschlusskurs vom 15. Mai. Am Donnerstag im Frühhandel notierte die Aktie der Addiko Bank an der Wiener Börse bereits bei 20,10 Euro und einem Plus von 5,51 Prozent.

Übernahme würde 390 Mio. Euro kosten

Die NLB ist an der Addiko Bank bisher nicht beteiligt gewesen. Die Übernahme aller Anteile würde nach Angaben der slowenischen Wirtschaftszeitung  Finance  rund 390 Mio. Euro kosten.

Die Addiko Bank ging 2015 aus den Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken hervor und notiert seit 2019 an der Wiener Börse. Das Institut ist über ihre Töchter in Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro tätig.

Die Bank reagierte mit einem knappen Kommentar auf die Ankündigung. Sie nehme die Übernahmeabsicht „zur Kenntnis“ und sei mit der slowenischen Bank vor der Ankündigung in Kontakt gewesen. Nach der Veröffentlichung der Angebotsunterlagen durch die NLB wolle die Addiko eine Äußerung dazu abgeben.

Spezialbank für Privat- und KMU-Kunden

Den Slowenen dürfte das Geschäftsmodell der Addiko Bank jedenfalls gefallen. „Die NLB ist beeindruckt von der Entwicklung der Fähigkeiten der Addiko-Gruppe als spezialisierte Bank für Privatkunden sowie Klein- und mittelständischen Betriebe (KMU). Wir glauben, dass diese Fähigkeiten das universelle Bankenmodell der NLB sinnvoll ergänzen würden“, betonte der NLB-Chef Blaž Brodnjak in der Mitteilung. 

  Firmengründer Luciano Benetton verlässt Konzernführung im Streit

Die Übernahme würde der NLB-Gruppe einen größeren Geschäftsumfang in vier Ländern, in denen sie bereits präsent ist (Slowenien, Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro), verschaffen sowie den Zugang zum kroatischen Markt ermöglichen, hieß es.

Der Angebotspreis von 20 Euro je Aktie entspricht den Angaben von NLB zufolge einer Prämie von 22,15 Prozent auf den volumengewichteten Sechsmonatsdurchschnittskurs vor dieser Bekanntmachung. 

 

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.