Strabag weiter im Rennen um Bahnprojekt in Slowenien

Wirtschaft

Baukonzern ist mit drei weiteren Bietern aus Slowenien und der Türkei in der zweiten Auswahlrunde.

Die Strabag bleibt als einzige von drei österreichischen Baufirmen im Rennen für das größte Bahnprojekt in Slowenien. Vier von insgesamt 15 Bietern, die sich für den Bau der Strecke zwischen dem Hafen Koper und dem Bahnkoten Divaca beworben haben, qualifizierten sich laut Medien für die zweite Ausschreibungsphase. Neben der Strabag sind das noch zwei slowenische Baukonsortien und ein türkischer Konzern.

Die vier Unternehmen sind laut Entscheidung der staatlichen Projektgesellschaft 2TDK in die zweite Runde gekommen, in der sie ihre Preisangebote einreichen werden. Zuvor muss noch das Beschwerdeverfahren abgeschlossen werden, wobei damit gerechnet wird, dass sich nichtausgewählte Bieter beschweren werden, berichteten slowenische Medien. Die Hauptbauarbeiten an dem Großprojekt werden auf rund 700 Mio. Euro geschätzt.

Die Strabag bewirbt sich im Konsortium mit dem deutschen Unternehmen Ed. Züblin und der türkischen Baufirma Gülermak. Das führende slowenische Bauunternehmen Kolektor tritt ebenfalls mit türkischen Partnern, den Konzernen Yapi Merkezi und Özaltin, auf, während sich der zweite Bieter aus Slowenien, die Gorenjska Gradbena Druzba, zusammen mit der slowenischen Baufirma CGP und der tschechischen Metroslav bewirbt.

Im Alleingang tritt die türkische Cengiz Insaat an, die bereits die slowenische Seite der zweiten Röhre des Karawankentunnels baut.

Sämtliche chinesische Unternehmen, die sich für die Bauarbeiten beworben haben, sind aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden. Das liege daran, dass es zwischen Slowenien und China kein Handelsabkommen gibt, hieß es seitens 2TDK.

Laut der Gesetzesregelung, die während der Coronakrise eingeführt wurde, dürfen Firmen aus Drittstaaten an Ausschreibungen nur dann teilnehmen, wenn ihr Ursprungsland mit Slowenien ein multilaterales oder bilaterales Handelsabkommen hat. Im Fall der Türkei trifft das zu, im Fall von China aber nicht.

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Ebenfalls ausgeschieden sind zwei österreichische Firmen: die Marti GmbH aus Graz, die mit der Schweizer Mutter Marti AG und einem Partner aus der Slowakei aufgetreten war, sowie die Swietelsky Tunnelbau GmbH & Co KG in Kooperation mit der Konzernmutter Swietelsky AG.

Die 27 Kilometer lange leistungsstarke Strecke, die landschaftlich bedingt überwiegend durch Tunnels verlaufen wird, ist das größte Infrastrukturprojekt in Slowenien, das in den nächsten Jahren mit öffentlichen Mitteln gebaut wird.

Die Hauptbauarbeiten werden in zwei Abschnitte aufgeteilt: auf die Strecke zwischen Divaca und Crni Kal, auf der es zwei je sechs Kilometer lange Tunnels geben wird, und die Strecke zwischen Crni Kal und dem Hafen Koper mit sechs Tunnels und zwei Viadukten. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt rund 1,2 Mrd. Euro.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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