Urlaub an der Koch-Insel: Innovationen und Trends für die Küche

Wirtschaft

Die Küche ist im Dauereinsatz und wird nun aufgerüstet: moderne Technologien und innovative Materialien ziehen ein.

Hier findet die magische Verwandlung von Lebensmitteln in kulinarische Höhepunkte statt. Hier beginnen unsere Tage mit dem ersten Kaffee und meist enden sie auch hier, nach getaner Arbeit bei einem guten Gespräch. Nicht selten wurden in ihr die besten Partys gefeiert. Seit einigen Monaten aber hat sich der Anspruch an die Küche geändert. Immerhin verbringen wir mehr Zeit hier, als je zuvor. Ohne die Möglichkeit, mittags in der Kantine zu speisen oder den Tag beim Italiener ausklingen zu lassen, muss die Küche ganz schön viel abfangen. „Manche bestehenden Küchengeräte waren gar nicht auf diesen enormen Einsatz ausgerichtet. Da gab es im vergangenen Jahr einiges auszutauschen“, verrät Dan Badstuber, Geschäftsführer von Johan Natur Design Wohnen in der Wiener Zollergasse. „Viele haben die Zeit genutzt, um ihre Wohnräume zu verschönern und ihre Küchen zu adaptieren“, so der Wohnexperte. Auch Tischlermeister Josef Prödl bestätigt scherzhaft: „Statt in den Urlaub zu fliegen haben viele Leute in eine Koch-Insel investiert. Küchen sind nach wie vor ein zentrales Thema im Wohnraum.“

Sara Sera

Küche mit großzügiger Koch-Insel vom steirischen Tischlermeister Prödl

Kücheninsel und matte Oberflächen

Neue Trends sind durch das Ausfallen der Messen aktuell zwar nicht zu erkennen, aber noch immer stehen Schlichtheit, Funktionalität und Nachhaltigkeit im Vordergrund. „Die Wohnkonzepte werden offen gestaltet, die Grenzen zwischen Küche und Wohnraum sind oft fließend, deshalb sind sehr helle, puristische Küchen besonders beliebt. Sie sind anpassungsfähig und fügen sich gut ein“, erzählt Badstuber. Gleichzeitig kommt es auch zu einem Gegentrend: „Immer mehr Mutige entscheiden sich für schwarze Küchen. In lichtdurchfluteten Wohnungen ist das sehr elegant und zeitlos“, so der Wohnexperte. Tischlermeister Josef Prödl ergänzt: „Gerade kombiniert mit hellem, warmen Holz erzeugen sehr dunkle Küchen eine wohnliche Atmosphäre.“ Glänzende Fronten sind aktuell kaum mehr gefragt, matte Oberflächen stehen an der Tagesordnung.

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Sara Sera

Schöner Kontrast: Anthrazitfarbene Küche, warmer Holzboden (Prödl)

„Küche soll nicht mehr nach Küche aussehen“

Ästhetische und funktionale Qualität haben einen hohen Stellenwert und meist werden Küchenkonzepte sehr öffentlich in den Wohnraum integriert. Auch Küchenprofi Jörg Overlack von SieMatic weiß: „Durch die starke Fokussierung auf das Zuhause durch Homeoffice, Homeschooling, Lockdown hat sich die Bedeutung der Küche deutlich verstärkt. Aber: Küche muss und soll nicht mehr nach Küche aussehen.“ Minimalistische Formen und klare Linien bestimmen die Optik moderner Küchen. Da sich die Möbel ohnehin schlicht und funktional halten, sind dem persönlichen Stil in den Details keine Grenzen gesetzt. Armaturen gibt es zum Beispiel in den ungewöhnlichsten Designs, aber auch in Kupfer- und Goldtönen. Wasserkocher, Toaster und Co. sind ohnehin längst hübsche Design-Objekte, die farbige Akzente setzen. Geschirr und Kochutensilien werden nicht länger weggesperrt, sondern stolz präsentiert.

Matthias Streibel

Design-Küche in hellgrau von Johan Natur 

Küchengeräte: Technologie und Komfort im Vordergrund

Gilt beim Küchendesign weniger ist mehr, ist bei den Küchengeräten genau das Gegenteil der Fall: Mehr Technologie, mehr Komfort und mehr Features sind gefragt. Vor allem jene Geräte, die das automatisierte und smarte Kochen unterstützen, sind ganz groß im Trend, aber auch Geschirrspüler, Dunstabzug und Co. können immer mehr. „Nicht jede …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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