Von BMW bis Tesla: Diese E-Autos sind „Made in China“

Wirtschaft

Schon jedes vierte Elektroauto in Europa wird in China gebaut. Darunter sind auch viele bekannte westliche Marken. Ein Überblick.

US-Präsident Joe Biden verpasste Elektroautos aus China Sonderzölle von 100 Prozent und versperrt ihnen damit den Weg in die USA. Bisher galten Zölle von 25 Prozent. Auch die EU erwägt Strafzölle, um die Flut an chinesischen E-Autos einzudämmen, wie es heißt. Stellt sich die Frage: Wie viel China steckt eigentlich in den Elektroautos, die auf europäischen Straßen unterwegs sind?

Tatsächlich erreichen chinesische Hersteller in Europa noch keinen Massenmarkt, jedoch stecken hinter vielen westlichen Marken auch chinesische Firmen und europäische wie US-Marken lassen in China ihre E-Autos fertigen. Ein Überblick:

Laut einer Erhebung der Umwelt-Lobbyorganisation Transport & Environment  stammt jedes vierte in Europa verkaufte E-Auto aus China. Dabei stellen westliche Autobauer den größten Teil der Einfuhren: Tesla, Dacia und BMW seien die wichtigsten Importeure von in China produzierten Fahrzeugen. 

Der Elektro-BMW iX3  etwa wird im chinesischen Werk in Shenyang gebaut und von dort nach Europa geliefert. Auch der US-E-Autopionier Tesla lässt schon lange auch Autos in seine Gigafactory in Shanghai fertigen. US-Agenturen berichteten kürzlich, dass wegen sinkender Nachfrage in China selbst, aber auch aufgrund der Strafzölle die Produktion sowohl des Model Y als auch des Model 3 gedrosselt werden soll. Laut Insidern wurde von einer 6,5-Tage- auf eine 5-Tage-Woche umgestellt. 

EPA/ALEX PLAVEVSKI

Die britische Kultmarke MG gehört seit der Auflösung von Rover 2005 der Nanjing Automobile Group, die  wiederum von der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) geschluckt wurde.  

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Chinas Autobauer Great Wall Motors (GWM) ist Partner von der BMW-Tochter Mini Cooper. Der französische Stellantis-Konzern (u.a. Citroen, Peugeot), der in Wien-Aspern das Licht abdrehte, lässt den Citröen C5 X  in Shenzhen bauen. Die E-Variante der Billigmarke Dacia kommt aus dem Autowerk in Wuhan. 

Der Volkswagen-Konzern hat insgesamt 33 Werke im Reich der Mitte, baut dort vor allem E-Autos für den chinesischen Markt.  Wichtigster Standort für E-Autos ist Hefei in Zentralchina, wo der SUV Cupra Tavascan hergestellt wird.

REUTERS/Aly SongWestliche Marken in China-Hand

Gleich mehrere bekannte West-Marken gehören zum chinesischen Geely-Konzern:  Polestar, Volvo, die britische Sportwagenmarke Lotus oder das Mini-Auto Smart (im Joint-Venture mit Mercedes Benz). Polestar hat sein größtes Werk in Chengdu. Volvo baut gleich mehrere Modelle in Chengdu, etwa den Volvo XC60.  In Shanghai betreiben die Schweden ein wichtiges Forschungs & Entwicklungszentrum für E-Mobilität. Vor allem die Software-Lösungen für die Fahrzeuge kommt aus China.  

APA/AFP/HECTOR RETAMAL

Der Lotus Eletra

Die Sportwagenmarke Lotus ließ Geely im Vorjahr als rein elektrische SUV-Variante „Eletre“ in Wuhan wieder auferstehen. Die neue Fabrik in Wuhan ist auf eine Jahreskapazität von 150.000 Fahrzeugen ausgelegt.  Der Eletre soll in weniger als drei Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen können und so das schnellste Elektro-SUV sein, das derzeit in China hergestellt wird. Der kleine E-Smart läuft in Xi’an vom Band. 

Die britische Kultmarke MG gehört seit der Auflösung von Rover 2005 der Nanjing Automobile Group, die  wiederum von der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) geschluckt wurde.  

REUTERS / ATHIT PERAWONGMETHA

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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