Wie kleine Firmen die CO2-Reduktion schaffen können

Wirtschaft

Energieverbrauch und Kosten lassen sich bereits mit einfachen Mitteln maßgeblich senken.

Mit dem angepeilten Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft kommen auch auf Klein- und Mittelbetriebe (KMU) neue Herausforderungen zu. Wenn hohe Emissionen teurer werden, etwa über eine CO2-Bepreisung, bedeutet das zusätzliche Belastungen.

Unternehmen, die rechtzeitig Schritte zur Reduktion von Treibhausgasen setzen, könnten insofern einen Wettbewerbsvorteil haben, glaubt Roland Kuras, Geschäftsführer des Energieberatungsunternehmens Power Solution. Zudem erwartet er, dass Kunden in ihren Konsumentscheidungen vermehrt einfordern werden, dass Unternehmen ihre Emissionen zumindest reduzieren.

Der erste Schritt dazu sei, unnötigen Verbrauch zu vermeiden. Nach Kuras’ Erfahrung lassen sich mit einfachen Mitteln oft etwa zehn Prozent einsparen. „Sehr viele Aggregate wie Lüftungsanlagen und Licht laufen zu Zeiten an, wo der Vollbetrieb noch nicht notwendig ist“, erklärt er dem KURIER. Wenn diese nur nach dem tatsächlichen Bedarf eingesetzt würden, schlage sich das direkt in den Energiekosten nieder.

Um den eigenen Verbrauch besser unter Kontrolle zu bekommen, könnten zum Beispiel Smart Meter helfen, die kostenfrei vom Netzbetreiber installiert werden. Mit professioneller Beratung und modernen Monitoring- und Steuerungstechniken lassen sich laut Kuras oftmals bis zu 30 Prozent einsparen.

Fossile Energieträger ersetzen

Die zweite Ebene sei, fossile Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen. Am einfachsten ist hier der Bezug von Ökostrom, aber auch die Anschaffung einer eigenen Produktion zahlt sich laut Kuras im Regelfall aus. Bei fünf Betriebstagen pro Woche rechne sich zum Beispiel eine Fotovoltaikanlage für gewöhnlich innerhalb von acht Jahren. Besteht im Betrieb ein hoher Bedarf an Kühlleistung, können sich auch Kältespeicher auszahlen, die über Nacht geladen werden.

  Quarantäne, Test, Impfung? Wo der Urlaub am einfachsten ist

Unternehmen mit eigenem Fuhrpark können ihren Verbrauch fossiler Energien weiter reduzieren, wenn sie im Zuge der Erneuerung auf Elektromobilität umrüsten. Da die meisten gefahrenen Strecken in der Praxis unter 100 Kilometer lang seien, sei die Reichweite dabei kein Problem. Kostenintensive Schnellladestationen können zudem oftmals vermieden werden, wenn die Fahrzeuge über Nacht oder während der Bürozeiten geladen werden.

Reale CO2-Neutralität ist für die meisten Betriebe derzeit nicht machbar, so Kuras. Wer sich dennoch als klimaneutral definieren will, kann seine Emissionen durch den Zukauf von Zertifikaten kompensieren. Das sei zwar nicht optimal, aber „man wird nicht alles auf ein Mal machen können“.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.