Wie sich Skiverleiher auf die Wintersaison vorbereiten

Wirtschaft

Sicherheitskonzepte und geringere Lagerbestände.

„Ich hätte nie gedacht, dass das Robert Koch Institut in Deutschland einmal Einfluss auf unser Geschäft haben wird“, sagt Intersport-Österreich-Geschäftsführer Thorsten Schmitz. Doch ob Sportartikelhändler in Österreichs Bergen diesen Winter Geschäfte machen, wird letztlich auch von den Reisebeschränkungen abhängen. Und am wichtigsten Auslandsmarkt, Deutschland, hat das Robert Koch Institut in diesem Punkt ein gewichtiges Wort mitzureden.

Schmitz geht schon jetzt davon aus, dass sie Umsätze der vorigen Wintersaison nicht zu halten sein werden, weil internationale Touristen ausbleiben. „Ich rechne mit einem niedrigen zweistelligen Minus“, sagt er. Schließlich sei zu befürchten, dass auch Gäste aus Großbritannien oder den Niederlanden ausbleiben. Und ob die Skifahrer aus Tschechien heuer auf Skiurlaub fahren, bleibt angesichts der derzeitigen Corona- und Wirtschaftslage abzuwarten. „In Tschechien ist die Sparquote seit Anfang des Jahres von drei auf 18 Prozent gestiegen. Das spüren wir auch in unseren Shops dort“, sagt Schmitz. Viele Tschechen würden lieber Reserven aufbauen als Geld auszugeben.

Da Prognosen für den Winter heuer einem Blick in die Glaskugel gleichen, hat Intersport flexible Mengen geordnet, bis zu einem Minus von 25 Prozent gebe es kein Lagerrisiko. Das Minus von ausländischen Gästen wird im Skiverleih schwer mit Inländern wett gemacht werden können. Traditionell sind Einheimische dort nur für zehn Prozent des Geschäfts verantwortlich.

Derzeit stellen Unternehmer ihre Verleihstationen auf die neuen Sicherheitskonzepte um. Mit Zugangs- und Ausgangsregelungen sollen Kundenströme gelenkt und Kontakte reduziert werden. „Manche Händler werden überdachte und beheizte Anstellzonen vor dem Geschäft haben“, sagt der Intersportchef. Um zu vermeiden, dass es beim Anstellen erst wieder zu Gedränge kommt, werde es Time-Slots zum Abholen der Skier geben. „Dann können halt nicht alle um 9 Uhr auf der Piste sein.“

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Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr (per 30. September) und einem Gesamtumsatz von 560 Millionen Euro ist Schmitz zufrieden: „Das ist eine Steigerung von 8,7 Prozent auf bestehender Fläche. Damit haben wir rund 50 Prozent der Umsätze, die durch den Austritt der Bründl-Gruppe verlorengegangen sind, innerhalb eines Jahres und trotz coronabedingter Schließungen aufgeholt.“ Angekurbelt wird der Absatz weiter vom Fahrrad-Geschäft, die verkauften Stückzahlen lagen 30 Prozent über dem Vorjahr, sagt Marketingchef Johannes Kastenhuber. Wobei das Schwergewicht der Verkäufe auf E-Bikes lag. Gut fürs Geschäft, kostet ein durchschnittliches E-Bike doch rund 4.000 Euro.

Klingt, als wäre alles bestens. Ist es aber nicht. Zumindest nicht auf der Ertragsseite einzelner Händler. Viele sitzen besonders im Textilbereich auf hohen Warenlagern, müssen also Ware abschreiben.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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