Riesenakkus helfen Unternehmen auf vielfältige Weise

Wirtschaft

Genau wie in Privathaushalten verbreiten sich Akkus auch in immer mehr Unternehmen – allerdings in ganz anderen Dimensionen. Großbatteriespeicher mit mehreren Megawattstunden Kapazität sind keine Seltenheit mehr. Sie helfen vor allem dabei, selbst produzierten Strom zeitlich an die Betriebsabläufe anzupassen. Neben der Eigenverbrauchsoptimierung dienen die Speicher aber auch dazu, Lastspitzen abzufedern, Netzstrom zu günstigen Zeiten „einzulagern“ oder auch am Regelenergie-Markt teilzunehmen.

Busse mit selbst erzeugtem Strom aufladen

„Wir hatten in der Region noch nie die Chance, dass wir für unsere Betriebe die Energie selbst erzeugen und verbrauchen können“, sagt Christian Oberger, Geschäftsführer des Autobusunternehmens Oberger aus Bromberg in der Buckligen Welt. Beim „Science Brunch“ des Klimafonds schildert er, wie sein Unternehmen eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher dazu nutzt, um 40 Elektrobusse zu laden. „Im August haben wir 155 Megawattstunden verladen, 145 davon haben wir selber produziert. Wir sind quasi komplett mit eigener Energie gefahren.“

Durch E-Busse, sowie die eigene Stromerzeugung und -Speicherung erspare man sich pro Jahr rund 1,5 Millionen Liter Diesel. Ein riesiger Vorteil des Speichers sei, dass man auch in Krisenfällen, etwa bei einem Blackout, die eigenen Busse laden könne. „Solange wir unsere Buslenker am Handy erreichen, können wir den öffentlichen Verkehr aufrecht erhalten.“

Batterien dienen als mobile Generatoren

Der Schotterproduzent Hengl aus Limberg, an der Grenze zwischen Wald- und Weinviertel, verwendet riesige mobile Akkus in Containern. Sie können auf Tiefladern transportiert werden, um an verschiedenen Orten als Generator eingesetzt zu werden. Damit können etwa Waagen betrieben werden, die für einen flüssigen Betrieb maßgeblich seien, erzählt Hubert Wimmer von Hengl Energy. Die Unternehmenssparte betreibt eine eigene Energiegemeinschaft. Die Akkus werden auch für Veranstaltungen vermietet.

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„Damit sich die Batteriespeicher wirtschaftlich auszahlen, müssen wir aber am Stromhandel teilnehmen“, sagt Wimmer. Für einige Einsatzzwecke hätten sich regulatorische Hürden als zu groß erwiesen. „Die Finanzierung eines Batteriespeichers muss man sich also gut überlegen.“

Akkus aus Linz stabilisieren Tiroler Stromnetz

Großbatteriespeicher gibt es auch aus heimischer Produktion, etwa vom Linzer Unternehmen Schmachtl. Auch Energieunternehmen zählen zu dessen Kunden. „Wir sehen aktuell eine erhöhte Nachfrage“, sagt Geschäftsführer Stefan Schafferhofer. In Tirol arbeitet Schmachtl derzeit an einem Projekt für die Innsbrucker Kommunalbetriebe. Einer der zukünftig größten Batteriespeicher des Landes soll unter anderem die schwankende Stromproduktion durch Photovoltaikanlagen ausgleichen und so der Stabilität des Stromnetzes dienen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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