Saftige Millionenpleite eines bekannten Immobilienentwicklers

Wirtschaft

Das Familienunternehmen Da Vinci Group um Erwin und Philipp Spiel schreibt sich auf die Fahnen, dass sie „seit nunmehr über 30 Jahren ein etablierter Immobilienprojektentwickler in Österreich“ ist. „Unser Kerngeschäft ist die Entwicklung von Wohnimmobilien sowohl für unsere Privatkunden als auch für Investoren. Darüber hinaus verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Projektierung sowie der Errichtung und Vermarktung von Immobilien. Der geografische Fokus liegt auf dem Großraum Wien sowie Mallorca“, heißt es auf der Firmen-Homepage.

Doch die Geschäfte dürften zuletzt in Teilen nicht so gut verlaufen sein. Denn: Über das Vermögen der Da Vinci Waldgarten GmbH wurde am vergangenen Freitag aufgrund eines Eigenantrages ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien eröffnet. Das bestätigt Venka Stojnic vom Österreichischen Verband Creditreform dem KURIER. 

Das Unternehmen gehört zu 51 Prozent der Da Vinci Exclusive GmbH, zu 25 Prozent der Prader Projekt GmbH und zu 24 Prozent der Da Vinci Prime GmbH.

Der Hintergrund

„Es handelt sich um eine Immobilienbesitzgesellschaft, welche ihren Zweck rein in der Umsetzung des Immobilienprojektes „Waldgarten“ in St. Pölten hat. Bei dem Projekt handelt sich um eine Reihenhausanlage mit 56 Reihenhäuser, wovon 4 Objekte verkauft sind und 14 Reihenhäuser vermietet sind. Das Projekt ist noch nicht zur Gänze fertiggestellt. Laut Eigenantrag erfolgt der Abverkauf nach dem Bauträgervertragsgesetz (BTVG)“, so Creditreform. 

Die Insolvenzursachen

Laut Eigenantrag sei es aufgrund der aktuellen Marktlage der Antragstellerin nicht gelungen die Reihenhäuser planmäßig abzuverkaufen.  Der Versuch, eine außergerichtliche Lösung mit den besicherten Gläubigern zu schaffen, sei gescheitert. 

Schulden und Vermögen

  KMU erhalten wieder Förderung für Digitalisierungs-Beratung

Die Verbindlichkeiten werden mit rund 26,64 Millionen Euro beziffert.  Laut Bilanz 2024 gibt es keine Sachanlagen, sondern nur ein Umlaufvermögen in Höhe von 22,7 Millionen Euro.

Die Zukunft

Das Unternehmen bietet den Gläubigern eine Sanierungsplanquote in Höhe von 20 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans an. Zum Insolvenzverwalter wurde renommierte Sanierungsanwalt Stephan Riel bestellt. 

Die Gläubiger können Ihre Forderungen bis 25. Februar 2026 anmelden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 11. März 2026 anberaumt und die Sanierungsplantagsatzung für den 6. Mai 2026.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 2 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.