Showdown: Die offenen Fragen vor dem großen Tourneefinale

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An das dramatische Finale 2025 kommt die Vierschanzentournee heuer bei Weitem nicht heran: 1,3 Punkte hatten damals Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig vor dem letzten Springen in Bischofshofen getrennt. In diesem Jahr scheint die Entscheidung um den Gesamtsieg längst gefallen. 

Worum geht’s dann heute Dienstag in Bischofshofen (16.30 Uhr, live ORF1) eigentlich noch? Wer steht im Fokus?

Domen Prevc 

Es müsste beim Dreikönigsspringen schon mit dem Skisprungteufel zugehen, dass der Slowene den Goldenen Adler noch aus der Hand gibt. Zu souverän und formstark präsentierte sich Domen Prevc in den letzten Wochen, zu komfortabel ist sein Vorsprung (41,4 Punkte oder 23 Meter).

Der Rekordvorsprung des Polen Adam Malysz aus dem Jahr 2001 (104,4) wird auch für den 26-jährigen Überflieger unerreicht bleiben. Prevc winkt aber ein neuer Gesamtpunkterekord: Der Leader hat jetzt schon deutlich mehr Zähler als Daniel Tschofenig im Vorjahr bei seiner Bestmarke (1194,4).

ÖSV-Team

Für den starken mannschaftlichen Auftritt hätten sich die Österreicher bei dieser Tournee einen Tagessieg verdient. Am Bergisel fehlten Stephan Embacher zuletzt läppische 0,7 Punkte oder 39 Zentimeter auf den Prestigeerfolg. Am ehesten ist ein Coup beim Tourneefinale in Bischofshofen noch dem Jungstar aus Tirol und Jan Hörl zuzutrauen, die aktuell die stärksten ÖSV-Springer sind. Eine Tournee ohne Tagessieg ist für die Österreicher übrigens keine Seltenheit. Gleich bei fünf der letzten acht Veranstaltungen waren die ÖSV-Adler leer ausgegangen.

Stephan Embacher 

Der Senkrechtstarter könnte noch einen großen Prestigeerfolg landen. In diesem starken ÖSV-Team muss man erst einmal bester Österreicher werden. Der 19-Jährige liegt als Gesamtdritter lediglich 0,3 Zähler hinter seinem Landsmann Jan Hörl. Es wäre mittlerweile gar keine Überraschung mehr, würde Stephan Embacher den Vorjahreszweiten noch überflügeln.

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Der aktuelle Höhenflug hat für den Teenager noch einen positiven Nebeneffekt: Der Stams-Schüler hat in dieser Saison schon knapp 75.000 Euro Preisgeld verdient und wird im Februar bei Olympia dabei sein.w

Manuel Fettner 

Über ein Vierteljahrhundert gehörte der nimmermüde Tiroler zum Inventar der Vierschanzentournee, heute nimmt der 40-Jährige in Bischofshofen seinen Abschied. Auf jener Schanze, auf der er 2001 im zarten Alter von 15 als Fünfter Schlagzeilen geschrieben hatte.

Stefan Kraft 

Der Rekordmann (129 Podestplätze im Weltcup) ist als 15. in der Gesamtwertung aktuell nur der sechstbeste Österreicher. Der Salzburger benötigt dringend ein Erfolgserlebnis, um wieder in die Spur zu kommen. Vielleicht kommt die Haus- und Hofschanze gerade recht. 2024 gewann der 32-Jährige in Bischofshofen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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