Ungarischer Filmregisseur Béla Tarr gestorben

Kultur

Der ungarische Filmemacher Béla Tarr ist tot. Das berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die Familie. Der 1955 in Pecs geborene Regisseur wurde vor allem für seinen über siebenstündigen Film „Satanstango“ (1994) bekannt. 

Dabei handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans des 2025 gekürten Literaturnobelpreisträgers László Krasznahorkai. Die beiden Ungarn prägten eine jahrelange Zusammenarbeit.

2019 realisierte Tarr mit „Missing People“ im Rahmen der Wiener Festwochen ein Projekt über Obdachlose. Seine Filme charakterisierten sich durch die Verwendung von schwarz-weiß, abstrakten Bildern und langen Einstellungen. Studiert hatte er an der Hochschule für Film und Theater in Budapest, zu seinen weiteren bekannten Filmen gehören u.a. „Verdammnis“ (1988) und „Die Werckmeisterschen Harmonien“ (2000). 

Sein letzter Film „Das Turiner Pferd“, das auf einem Drehbuch von Krasznahorkai basiert, erschien 2011. Anlässlich seines Festwochen-Projekts sagte er damals zur APA: „Ich kenne Wien jetzt – aber anders, als die Touristen. Wahrscheinlich auch anders als die Wiener.“

…read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

(Visited 2 times, 1 visits today)
  Iranischer Cannes-Gewinner Jafar Panahi: Die Gewaltkette unterbrechen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.