
Das US-Verteidigungsministerium will die Wirksamkeit der Beteiligung von Frauen an Kampfeinsätzen überprüfen. Die Erhebung werde vom nicht-staatlichen Institut für Verteidigungsanalysen (IDA) ausgeführt, erklärte Pentagon-Sprecherin Kingsley Wilson am Dienstag.
„Keine Kompromisse, um Quoten zu erfüllen“
Damit wolle das Ministerium sicherstellen, „dass das Niveau eingehalten wird und die Vereinigten Staaten über die schlagkräftigste Armee verfügen“.
Die Standards bei Kampfeinsätzen mit Waffen würden „elitär, einheitlich und geschlechtsneutral“ sein, führte Wilson aus. „Denn das Gewicht eines Rucksacks oder eines Menschen ist für Männer und Frauen gleich.“ Das Pentagon werde bei dem Niveau „keine Kompromisse eingehen, um Quoten oder eine ideologische Agenda zu erfüllen“, fügte sie hinzu.
Hegseth gilt als Kritiker der „Woke“-Politik
Der öffentlich-rechtliche Sender NPR berichtete unter Bezugnahme auf eine Pentagon-Mitteilung, dass für die Datenerhebung sechs Monate angesetzt seien. Demnach wurden die Führungskräfte der Armee und des Marine Corps gebeten, dem IDA Daten zur Verfügung zu stellen, darunter zur Einsatzbereitschaft, Ausbildung und Leistung der Einheiten.
Verteidigungsminister Pete Hegseth gilt als ausgesprochener Kritiker der sogenannten „Woke“-Politik von Unternehmen, an Hochschulen und beim Militär, die auf die Förderung von Minderheiten abzielt.
Vor seinem Amtsantritt hatte er sich in einem Interview gegen die Beteiligung von Frauen bei Kampfeinsätzen ausgesprochen, nicht aber generell gegen ihre Präsenz in den Streitkräften. Später hatte er sich von diesen Äußerungen distanziert.
Source:: Kurier.at – Politik



