25 TV-Stunden täglich, Pariasek vor Ort: Der Olympia-Plan des ORF

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Chefregisseur Michael Kögler

Noch vier Wochen dann werden am 6. Februar im Mailänder San Siro Stadion die Olympischen Winterspiele eröffnet. Horst Nussbaumer ist nicht der einzige, der es kaum erwarten kann. Geht es nach dem ÖOC-Präsidenten, wird das rot-weiß-rote Team im Norden Italiens Festspiele haben. „Wir haben eines der stärksten, wenn nicht das bisher stärkste Olympiateam am Start“, lässt der ehemalige Ruderer aufhorchen. „Wir haben in allen Kategorien, wo wir antreten, wirklich hohe Erfolgschancen. Das ist so.“

Allerdings: Alle Entscheidungen wird Nussbaumer vor Ort nicht live miterleben können. Denn die Spiele vor der österreichischen Haustüre werden eine spezielle Herausforderung. Auch und vor allem für den ORF, der sich viel vorgenommen hat für Mailand und Cortina. „Es gilt, 500 Stunden Programm zu administrieren. Das wird ein enormer logistischer Aufwand“, betonte Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz am Donnerstag bei einem gemeinsamen Medientermin mit dem ÖOC in Wien. 25 Stunden täglich werden übertragen. Wie das geht, erklärt Veronika Dragon-Berger, interimistische Sportchefin am Küniglberg. „Wir haben 116 Medaillenentscheidungen und starten auf ORF1 um 6 Uhr früh, manchmal geht es bis Mitternacht. Auf ORF Sport+ beginnen wir um 12 Uhr.“ Auch auf ORF On wird übertragen.

Die spezielle Herausforderung entsteht durch Distanzen, die zu bewältigen sind. Von Cortina, wo etwa die alpinen Frauen fahren werden, sind es etwa fünf Autostunden bis nach Bormio, wo die Herren Ski fahren werden. Es gibt insgesamt sechs Wettkampf-Cluster, die auf Oberitalien verteilt sind. In jedem dieser Cluster wird der ORF ein Studio haben. „Wir werden alle Auftritte österreichischer Athleten live übertragen und alle Medaillengewinner ins Haus Austria nach Cortina bringen“, sagt Veronika Dragon-Berger.

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Klein, aber fein

Allerdings gibt es beim Personal des ORF vor Ort auch Grenzen. „Unser Hauptstudio wird in Wien am Küniglberg sein“, betont Stefanie Groiss-Horowitz. Vor Ort werde ein kleines, aber feines Team berichten. „Sparsam, aber spektakulär“, zitiert die Managerin ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, der den gleichen Slogan bereits für die Übertragung des Song Contests ausgegeben hat.

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Chefregisseur Michael Kögler

Rainer Pariasek wird etwa bei den Ski-Damen die Interviews im Zielbereich führen, Alina Zellhofer bei den Herren. Mit Hans Knauß, Thomas Sykora, Nicole Schmidhofer und Marlies Raich werden vier ExpertInnen vor Ort sein.

Stolz ist man darauf, dass bei den Skirennen die österreichischen Kamerafahrten international übernommen werden und darauf, dass der renommierte Chefregisseur Michael Kögler die Weltregie bei den alpinen Skirennen in Bormio innehaben wird – als erster ORF-Regisseur seit Lucky Schmidtleitner 1976 bei den Spielen in Innsbruck. Bei der Herren-Abfahrt am 7. Februar in Bormio, einem der Highlights der Winterspiele, werden 53 Kameras, darunter vier Drohnen, zum Einsatz kommen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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