
Im Vorstand der Wüstenrot AG kommt es im Sommer zu gröberen Umwälzungen. Die langjährige Vorstandschefin Susanne Riess-Hahn geht Ende Mai nach 23 Jahren im Unternehmen in Pension. Der Aufsichtsrat bestellte am Freitag den bisherigen Finanzchef Gregor Hofstätter-Probst zu ihrem Nachfolger.
Auch Wolfgang Hanzl, der 2020 ins Unternehmen gekommen und zuletzt im Vorstand für die Bausparkasse Wüstenrot und die Wüstenrot Bank zuständig war, tritt in den Ruhestand. Am 1. Juni folgen ihm Christian Gosch und Fabian Stenzel im Vorstand der Wüstenrot-Gruppe nach. Gosch war zuletzt für die IT bei der Uniqa-Gruppe verantwortlich. Stenzel, wechselt von der Erste Bank zur Wüstenrot-Gruppe und wird die Leitung des gesamten Vertriebs verantworten.
KURIER/Jeff Mangione
Tritt in den Ruhestand: Susanne Riess-Hahn.
Weichen für die Zukunft
Riess-Hahn und Hanzl hätten entscheidend zum Erfolg von Wüstenrot beigetragen und die Weichen für die Zukunft gestellt, sagte Aufsichtsratschef Stephan Koren. Mit den Neuzugängen im Vorstand seien alle Voraussetzungen für eine Erfolg versprechende Zukunft gegeben.
Die Wüstenrot-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2024 ihr Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) von 94,4 Millionen Euro auf 97,7 Millionen Euro steigern. Zuwächse gab es bei der Versicherung, die mit 55 Millionen Euro für mehr als die Hälfte des Ergebnisses verantwortlich zeichnet. Das Neugeschäft bei Bausparverträgen ging wegen der strengen Regeln bei der Wohnbaukreditvergabe und dem niedrigen Zinsumfeld zurück. Aus den Auslands-Bausparmärkten zog man sich mit Ausnahme der Slowakei zurück. Mit der Entwicklung der 2023 gegründeten Wüstenrot Bank zeigte sich die Gruppe zufrieden. Die Einlagen von Privatkunden betrugen mit Ende des im vergangenen März zu Ende gegangen Geschäftsjahres 2024 knapp 500 Millionen Euro.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



