5 neue Produktionen in Theater und Oper, die die Kulturredaktion empfiehlt

Kultur
"Iolanta" 2025 in der Wiener Staatsoper.Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

2. Ein jedenfalls spannender neuer „Zigeunerbaron“, ohne „Zigeuner“ im Museumsquartier Wien

Wie die Neuproduktion des Strauss-Jahres wird, wird sich zwar erst am Dienstagabend (25. März 2025) herausstellen. Aber für Aufmerksamkeit sorgt die Neufassung des „Zigeunerbarons“ unter dem Namen „Das Lied vom Rand der Welt“ (

Eine neue „Iolanta“ an der Wiener Staatsoper, ein entschärfter „Zigeunerbaron“ im Museumsquartier und Shakespeare im digitalen Zeitalter in St. Pölten.

Es gibt so viel zu sehen – aber was? Für einen besseren Überblick dessen, was aktuell in Theater und Oper in Wien und Niederösterreich läuft, finden Sie hier fünf Empfehlungen der KURIER-Kulturredaktion von neuen Produktionen, die uns gefallen oder zumindest interessiert haben, über die wir diskutiert oder debattiert haben und die man in den kommenden Tagen besuchen kann.

Die KURIER-Kulturredaktion empfiehlt:
1. Die jüngste Produktion der Wiener Staatsoper: „Iolanta“

Erstmals seit 125 Jahren gibt es das Tschaikowski-Werk „Iolanta“ wieder an der Wiener Staatsoper. Und die Produktion lohnt den Besuch (die nächste Aufführung am Donnerstag ist ausverkauft, aber für jene am 31. März 2025 gibt es noch Restkarten).

Aus der Kritik von Gert Korentschnig:

In keiner Phase stellt man sich die ausgelutschte Opernfrage, ob diese Regie nun konservativ oder modern sei, sondern ist einfach überzeugt von der Qualität. (…) Zum Erfolg dieser Produktion trägt auch das Dirigat von Tugan Sokhiev bei, der auf eine ganz klassische Lesart der wunderschönen Tschaikowski-Partitur setzt, auf Klangkultur und auf eine packende Erzählweise. Das Staatsopernorchester spielt phänomenal.

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Zur vollständigen Kritik zu „Iolanta“ in der Wiener Staatsoper geht es hier entlang.

Wiener Staatsoper / Michael Pöhn2. Ein jedenfalls spannender neuer „Zigeunerbaron“, ohne „Zigeuner“ im Museumsquartier Wien

Wie die Neuproduktion des Strauss-Jahres wird, wird sich zwar erst am Dienstagabend (25. März 2025) herausstellen. Aber für Aufmerksamkeit sorgt die Neufassung des „Zigeunerbarons“ unter dem Namen „Das Lied vom Rand der Welt“ (Museumsquartier Wien, Halle E, mit u.a. Tobias Muretti und der Musicbanda Franui) bereits im Vorfeld. Denn Autor Roland Schimmelpfennig holt Strauss ins Heute, und da geht einiges natürlich nicht mehr. Er sagte im KURIER:

Alte Verletzungen, alter Rassismus, alter Imperialismus, alte Ausgrenzungen, alte sprachliche Gewalt bleiben trotzdem Verletzungen, Rassismus, Gewalt, und ich sehe keinen Sinn darin, diese in einer Musiktheateraufführung zu wiederholen, auch nicht zum, sagen wir mal, Lerneffekt. Ignaz Schnitzers Libretto ist – auch bei größter, wohlwollender Anstrengung – in seiner alten Form keine Geschichte, die man heute so erzählen will.“

Zum Interview mit Autor Roland Schimmelpfennig geht es hier, die Kritik lesen Sie am Mittwoch.

Victoria Nazarova3. Shakespeares „Der Sturm“ im digitalen Zeitalter im Landestheater Niederösterreich

Die Produktion „Der Sturm“ am Landestheater Niederösterreich war zwar ein wenig überverkauft. Wer aber nicht einen „visionären Weltentwurf“, sondern eine interessante Nachdenkvorlage über Theater, Künstliche Intelligenz und Macht sucht, der wird hier fündig. Am Samstag (29. März 2025) gibt es die nächste Aufführung, Tickets sind erhältlich.

Hier nun also verschlägt es Hexensohn, König, den Prinzen und das andere eigentümliche Personal in ein digital abgewickeltes Sozialexperiment: Was heißt Macht eigentlich, was ist beherrschbar am Menschen, an der Natur und an der KI – diese angesichts der heutigen Informations- und kommenden Klimakriege doch nicht ganz unwichtige Frage exerziert Prospero (Michael Scherff) mit einem allsehenden Gottesauge auf seinem Umhang hier durch.

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Die Kritik zu „Der Sturm“ von Georg Leyrer können Sie hier nachlesen.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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