
Vor drei Jahren hat sie bereits einmal „angemördert“ bei „Die Toten von Salzburg“. Patricia Aulitzky fasst so scherzhaft ihren Gastauftritt im Fall „Schattenspiel“ zusammen, wo sie nur scheinbar die Mörderin war. Aber was die auch in Deutschland viel beschäftigte Schauspielerin damals schon empfunden hatte: „Es war für mich, bei aller professioneller Arbeit, so ein bisschen wie Heimaturlaub. Wir haben damals im strahlenden Sonnenschein auf einem Stadtberg gedreht, haben die Pausen auf einer Wiese verbracht. Es war ein sehr familiäres Gefühl am Set und das fand ich wahnsinnig schön.“
Nun verstärkt Aulitzky – vorerst für drei Jahre – das Salzburger Ermittlerteam. Es ist neben dem Landkrimi Tirol ihre derzeit zweite Krimihauptrolle im ORF – und auch hier ein nach Hause kommen: „Ich bin in Salzburg geboren und im Nonntal aufgewachsen. Mit zehn Jahren wurde ich dann nach Tirol versetzt. Ich empfinde es als Glück, jetzt in Tirol und in Salzburg zu ermitteln. Es ist schön, dass die Zusammenarbeit zwischen den TV-Kommissariaten so bundesländerübergreifend funktioniert“ sagt sie mit einem Lachen. „In Salzburg habe ich an allen Ecken Kindheitserinnerungen. Da kommt es beim Dreh schon vor, dass ich dort vorbeigehe, wo ich in den Kindergarten gegangen bin.“ Sie müsse nicht unbedingt dauerhaft hier leben, „aber ich komme extrem gern wieder hin für eine gewisse Zeit“.
Leichtigkeit
Was die neue Aufgabe für sie inhaltlich interessant macht? „Ich finde, was ,Die Toten von Salzburg‘ von vielen anderen Krimis unterscheidet, ist der Humor und diese Leichtigkeit, die da mitschwingt. Gerade im Gegensatz zur Tiroler Kommissarin, die sehr tough ist und in tiefe Themen versinkt, fand ich das schön zu spielen und diesen Unterschied herauszuarbeiten.“
Einen klaren Unterschied sieht die 46-Jährige auch zwischen Patricia Aulitzky und ihrer Rolle als Zielfahnderin Ludovika Frey: „Ich bin sehr freundschaftlich empfangen worden. Lu Frey hat da ein bisschen mehr Probleme, weil sie eine Hassliebe zu Salzburg hat. Sie kommt aufgrund familiärer Dinge wegen ihrer Mutter zurück, will das aber nicht so wirklich. Da prallt ein sehr internationaler Background auf Lokalkolorit.“
Das bezieht sie auch auf die Dialoge mit dem bayerischen Kollegen Hubert Mur (gespielt von Michael Fitz): „Sie und der Mur müssen sich erst mal beschnuppern und Grenzen abstecken, vielleicht auch einmal anbellen, um zu schauen, wer lauter bellt. Es macht, so hoffe ich, auch die Komik aus, dass es diese Reibungspunkte gibt. Ich als Patricia musste am Set niemanden anbellen, um meinen Platz zu behaupten.“
„Frischer Wind“
Der Gegensatz zu Mur sollte durch die Rolle der Lu geschärft werden, bestätigt Aulitzky. Sie hatte die Gelegenheit, ihre Figur, „die auch frischen Wind reinbringen soll, mitzuentwickeln.“ Im Austausch mit Regisseur Erhard Riedlsperger, der Produktion (Satel Film) und mit Drehbuchautor Stefan Brunner habe sie unter anderem eingebracht, „dass die Konstellation mit Mur noch viel schärfer werden kann“.
Kein Anzicken
An der Konstellation mit der Salzburger Kollegin Irene Russmeyer (Fanny Krausz), findet sie „modern und positiv, dass hier Frauen mal nicht als die gezeigt werden, die sich gleich anzicken. Einerseits ist das einfach auch nicht immer so, und anderseits haben wir das hundertmal gesehen. Da sind zwei Frauen, die sich verstehen und sich …read more
Source:: Kurier.at – Kultur



