
Mehr als 100.000 Interessierte haben nach Angaben der Stadt Lindau die erste Ausstellung im Kunstforum Hundertwasser am Bodensee, das im März 2025 eröffnete, besucht. Das Hundertwasser-Forum orientiert sich an den zwei anderen dezidierten Häusern, die dem Künstler gewidmet sind: Dem Kunst Haus Wien und dem „Hundertwasser Art Centre“ in Neuseeland, der Wahlheimat des Künstlers.
Derzeit laufen die Vorbereitungen auf die zweite Schau „Hundertwasser – Die Kunst der Vielfalt“. Sie ist ab 28. März und bis zum 10. Jänner 2027 zu sehen, berichtete die Stadt. Schwerpunkt sei das grafische Werk von Friedensreich Hundertwasser (1928-2000). Dem Publikum werde erstmals ein Einblick in die Entstehung von Hundertwassers Originalgrafik ermöglicht. Dafür würden Druckstöcke und -platten, eigenhändige Andrucke des Künstlers, dokumentarische Fotografien sowie ein eigens für diese Ausstellung produzierter Film gezeigt.
In Lindau sollen in insgesamt fünf Jahren nacheinander vier verschiedene Ausstellungen mit exklusiven Exponaten zu Hundertwasser zu sehen sein.
Auftakt war die gerade beendete Ausstellung „Das Recht auf Träume“, in der es einen Überblick über Hundertwassers Werk gab. „Mit diesem Ergebnis wurden unsere kühnsten Träume übertroffen“, sagte Lindaus Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn mit Blick auf die Besucherzahlen. Es habe sich einmal mehr gezeigt, dass die Kunst Hundertwassers die Menschen nachhaltig fasziniere und inspiriere.
Standort-Marketing
Die am bayrischen Bodenseeufer gelegene Stadt Lindau (26.000 Einwohner) zeigt seit Jahren mit großem Erfolg moderne Kunstausstellungen beispielsweise zu Andy Warhol oder Pablo Picasso. Für diese Ausstellungen hatte man die frühere Hauptpost zu einer Galerie umgebaut, weil einige Jahre das historische Stadtmuseum für eine Sanierung geschlossen werden musste.
Nachdem das modernisierte Museum inzwischen wieder geöffnet ist, entstand die Idee, das frühere Postgebäude bis 2029 als Kunstzentrum ausschließlich für die Werke Hundertwassers weiter zu nutzen. Die Bodenseestadt will dadurch in der Kunstszene „zu einer Top-Destination mit internationaler Strahlkraft“ werden, wie es der Kulturamtsleiter beschreibt.
Source:: Kurier.at – Kultur



