
Warum der ehemalige „Baywatch“-Star das Gefühl hat, ihr ganzes Leben lang auf die Rolle im Kinofilm „The Last Showgirl“ hingearbeitet zu haben.
Berühmt wurde sie als Rettungsschwimmerin in der Kultserie „Baywatch“, doch ihr Einfluss reicht weit über rote Badeanzüge hinaus. Als Schauspielerin, Model und Tierschutzaktivistin hat sich Pamela Anderson immer wieder neu erfunden. Von ihren Anfängen als Playboy-Covergirl über ihre Film- und TV-Karriere bis hin zu ihrem Engagement für den Umweltschutz und die Rechte von Tieren – Anderson bleibt eine faszinierende Persönlichkeit. Im KURIER-Interview spricht sie offen über ihre Karriere, persönliche Herausforderungen und den Film, der ihre Karriere wiederbelebte, „The Last Showgirl“.
KURIER: Wie haben Sie erfahren, dass Regisseurin Gia Coppola Ihnen die Rolle anbieten will?
Pamela Anderson: Ich war gerade in Kanada im Garten und machte Essiggurken ein, und ich dachte: Ich muss diesen Film machen. Er hat mich zutiefst berührt.
Inwiefern?
Es gibt offensichtlich viele Parallelen, es ist so eine großartige und zugleich fehlerhafte, interessante Figur. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, ist aber kein leichtes Opfer. Es gab so viele wunderbare Aspekte an der Rolle, und ich hatte das Gefühl, als hätte ich mein ganzes Leben darauf hingearbeitet, genau so jemanden zu spielen.
Was war Ihr erster Schauspieljob?
(lacht) Diese Rolle vermutlich!
Haben Sie Zeit mit echten Showgirls verbracht und mehr über diese alte Schule von Las Vegas gelernt, die man heute kaum noch sieht?
Oh nein. Die echten Showgirls kamen zu mir nach Hause, wir haben zusammen zu Mittag gegessen, Geschichten erzählt und uns ausgetauscht. Es war wirklich wichtig, dass wir diese Frauen auf eine ehrliche Weise repräsentieren, und ich kann es kaum erwarten. Las Vegas bei Tag zu zeigen ist ebenfalls ein interessantes Bild, eine großartige Kulisse für den Film. Vegas ist wirklich gut darin Altes mit Neuem zu verbinden, Gebäude abzureißen und neue zu errichten. Aber einen Menschen kann man nicht einfach abreißen.
Constantin
Ihre Figur, Shelly, liebt und respektiert ihren Job. Es wäre einfach gewesen, sie desillusioniert darzustellen. Stattdessen ist er für sie eine Quelle der Stärke und Freude, obwohl sie offensichtlich mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.
Sie war voller Freude und Optimismus, sie liebte die Nostalgie, die Kunstform und die Frauen, die wir getroffen haben. Die Showgirls sind unglaublich stolz auf ihr Handwerk – und das zu Recht. Und er war wichtig, das zu zeigen.
Sind sich die Leute der physischen Anforderung bewusst, die Showgirls für ihre Auftritte brauchen? Hatten Sie eine Idee?
Nicht im Detail. Es gibt ja sogar eine Choreografie, was und in welcher Reihenfolge man erstens, zweitens und drittens auszieht. Bei diesen schnellen Kostümwechseln lässt man manchmal Teile an, tauscht nur das Oberteil oder die Krone aus. Wir hatten Spiegel und winzige Räume, alle sind ständig aneinandergeraten. Es waren sieben Schauspielerinnen, und Gia hat diese intime Atmosphäre wunderbar eingefangen.
Gab es eine Szene, die besonders herausfordernd war?
Es war von Anfang bis Ende eine Herausforderung, aber ich habe jede Sekunde davon geliebt. Sich voll und ganz auf etwas einzulassen und es einfach durchzuziehen. Die Angst zu spüren und es trotzdem zu tun. Das ist für mich irgendwie neu, und ich habe das Gefühl, …read more
Source:: Kurier.at – Kultur