
Kunstpreise sind oft substanzielle Finanzspritzen, wirken als Empfehlungen für Museen, Sammler und Stipendien und sind ein Faktor für den Marktwert eines Künstlers oder einer Künstlerin. Für das Publikum sind sie aber auch ein Indiz, welche Namen es stärker zu beachten gilt.
Der Preis der Kunsthalle Wien, jährlich an Absolventinnen und Absolventen der zwei Wiener Kunstunis vergeben, fokussiert dabei auf jene, die neu ins Kunstsystem eintreten. Bis zum 25. 1. ist in der Kunsthalle am Karlsplatz die Präsentation von Luīze Nežberte und Lucinda Laçi zu sehen.
Beiden ist ein analytischer Blick auf Raum gemein, wobei Laçi Film und Fotografie nutzt, um die Perspektiven aufzusplitten. Nežberte wiederum schließt mit nachgebauten Säulen und Architekturornamenten an Ideen aus ihrer lettischen Heimat an.
Die aus Syrien stammende Huda Takriti verarbeitete in ihrem Video „On Another Note“ ebenfalls Erinnerungen aus ihrem Umfeld und setzte sich mit der Biografie ihrer eigenen Großmutter auseinander. Das Werk war 2025 im MQ Wien zu sehen und wurde mit dem Kardinal König Kunstpreis ausgezeichnet; bis 15. März ist es zusammen mit Arbeiten anderer Nominierter im Kunstraum St. Virgil in Salzburg ausgestellt.
Alle zwei Jahre wird seit 2022 der Dagmar Chobot Skulpturenpreis vergeben. Während die erste Preisträgerin Judith Fegerl gerade im Linzer OK präsent ist, zeigt der Preisträger des Jahres 2024, Thomas Feuerstein, noch bis 1. Februar im MuseumsQuartier seinen „Metabolica“-Zyklus, ein faszinierendes Projekt zwischen Materialexperiment, Technikvision und Bildhauerei. Der renommierte Oskar-Kokoschka-Preis geht heuer an das Duo Ashley Hans Scheirl und Jakob Lena Knebl. Verliehen wird er am 26. 2. – bis zum 1. Februar läuft noch Scheirls Werkschau „In & Out of Painting“ im Belvedere 21.
Source:: Kurier.at – Kultur



