„Dammbruch“: Kritik an FPÖ-Hauser nach Video mit Sellner

Politik

Er sei „einer der stabilsten Politiker Österreichs“: So stellt Martin Sellner den Tiroler FPÖ-EU-Abgeordneten Gerald Hauser in einem am 2. Jänner geposteten Video vor. Sellner ist ehemaliger Sprecher der Identitären Bewegung, die der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft. Das Video entstand im Rahmen des AWEF-Forums vergangenen November im Prag.

Sellner gratuliert Hauser zum Mut, sich mit ihm vor eine Kamera zu stellen. Inhaltlich demonstrieren die beiden im neunminütigen Gespräch Einigkeit. Hauser bekundet, den „Wahnsinn“, der auf EU-Ebene ablaufe und „unsere Kultur, unsere Tradition und unsere Identitäten zerstört“, stoppen zu wollen. Die Volksparteien würden diese Werte hingegen verraten, seien ein „trojanisches Pferd“ und „Globalisten in Lederhose“.

NGO ortet „Dammbruch“

Die FPÖ grenzt sich unter Parteichef Herbert Kickl bekanntlich nicht mehr von den Identitären ab. Von anderen Parteien und migrationsfreundlichen NGOs erntet Hauser für den Auftritt dennoch viel Kritik. Die Organisation SOS Mitmensch ortet einen „gefährlichen Dammbruch“, die FPÖ radikalisiere sich weiter und öffne „ihre Schleusen zum verfassungsfeindlichen Rand“.

Der Tiroler ÖVP-Migrationssprecher Sebastian Kolland meint, das Video zeige, warum eine „Abgrenzung“ zur FPÖ nötig sei. Laut Grünen-Landessprecher Gebi Mair begibt sich die FPÖ „bewusst in die Nähe von Rassismus und Antisemitismus“, wenn sie mit Sellner auftrete. Birgit Obermüller, Tiroler Neos-Chefin, irritieren Hausers fehlende Berührungsängste zu den Identitären und die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz bilanziert, die FPÖ sei einer Parlamentspartei unwürdig.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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