„Sehr gute Sache“: Venezuela investiert Öl-Einnahmen nur in US-Produkte

Politik

Venezuela wird die Einnahmen aus seinen Öl-Geschäften mit den USA laut US-Präsident Donald Trump nur in US-Produkte investieren. „Ich wurde gerade darüber informiert, dass Venezuela mit den Einnahmen aus unserem neuen Öl-Deal AUSSCHLIESSLICH in den USA hergestellte Produkte kaufen wird“, schrieb Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Dazu gehörten unter anderem US-Agrarprodukte, Medikamente und medizinische Geräte.

Trump: USA als Hauptpartner eine „sehr gute Sache“

Auch Ausrüstung zur Verbesserung des venezolanischen Stromnetzes und der Energieanlagen gehörten dazu. Mit anderen Worten, Venezuela verpflichte sich, mit den USA als Hauptpartner Geschäfte zu machen, schrieb Trump weiter und bezeichnete dies als eine kluge Entscheidung und eine „sehr gute Sache“ für die Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten.

Die USA hatten zuvor angekündigt, den venezolanischen Öl-Verkauf „auf unbestimmte Zeit“ in ihre Hand zu nehmen. Bereits am Dienstag hatte Trump gesagt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – „zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten“. Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA bestätigte Gespräche mit den USA über den Verkauf von Erdöl.

Handel mit venezolanischem Öl wird US-Interessen untergeordnet

US-Ölkonzerne forderten indes einem Medienbericht zufolge von der Regierung in Washington ernsthafte Garantien für umfangreiche Investitionen in Venezuela. Die ⁠Manager dringen auf starke rechtliche und finanzielle Absicherungen, bevor sie Kapital zusagen, wie die Zeitung „Financial Times“ berichtet. US-Präsident Trump drängt die Konzerne, in den südamerikanischen Ölsektor zu investieren. Am Freitag ist dazu ein Treffen im ⁠Weißen Haus geplant.

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US-Vizepräsident James Vance sagte zudem, dass Venezuela sein Öl nur ⁠dann verkaufen könne, wenn es den Interessen der Vereinigten Staaten dient. „Wir kontrollieren die Energieressourcen, und wir sagen dem Regime: Ihr dürft das Öl verkaufen, solange ihr Amerikas nationalem Interesse dient, ihr dürft es nicht verkaufen, wenn ihr Amerikas nationalem Interesse nicht dienen könnt“, sagte Vance in Auszügen aus einem Interview mit dem Sender Fox News, die vor der offiziellen Ausstrahlung veröffentlicht werden. Er fügt hinzu, die USA hätten die Kontrolle über die Geldmittel Venezuelas.

Lockerung von Sanktionen

Zuvor am Mittwoch hatte die US-Regierung eine Lockerung von Sanktionen gegen das seit einem Vierteljahrhundert links regierte Venezuela angekündigt. Ziel sei es, den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging aus der Ankündigung nicht hervor. Das Öl-Geschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der größte Abnehmer für venezolanisches Erdöl.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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