„Tag der Befreiung“ ist angebrochen: Was Trump heute verkünden wird

Politik

Für den 2. April hat Trump neue Strafzölle gegen Handelspartner der Vereinigten Staaten angedroht. Die sind darauf vorbereitet, wenn auch auf völlig unterschiedliche Art. Womit ab heute zu rechnen ist.

Kommen sie nun oder kommen sie nicht? Weltweit herrschte am Dienstag Anspannung, war es doch der letzte Tag vor dem angekündigten Stichtag für neue Zölle durch die US-Regierung um Präsident Donald Trump. 

Der hatte schon vor Wochen davon gesprochen, mit 2. April neue Strafzölle auf internationale Importe einführen zu wollen, und den Mittwoch im Voraus zum „Tag der Befreiung“ ausgerufen. Am Montag meinte Trump vor US-Journalisten an Bord des Präsidentenfliegers Air Force One allerdings, er wolle am 2. April lediglich „weitere Einzelheiten“ verkünden.

Seit seinem Amtsantritt am 20. Jänner hat Trump mehrfach Strafzölle gegen unterschiedliche Staaten angedroht, kurz vor Inkrafttreten jedoch ausgesetzt und um Wochen verschoben. Meist, weil die betroffenen Staaten ihm Gegenleistungen zugesichert hatten. So liegen die bereits zweimal angekündigten Zölle von 25 Prozent auf alle Waren aus Kanada und Mexiko nach wie vor auf Eis.

Durchgesetzt hat Trump bisher nur zwei Arten von Strafzöllen: Seit dem 3. März erheben die USA einen Aufschlag von 20 Prozent auf alle aus China importierten Waren. Mit 12. März traten zudem Strafzölle von 25 Prozent auf alle Stahl- und Aluminiumimporte in die USA.

Auch mit Blick auf den heutigen Stichtag hatte der US-Präsident erklärt, er sei „auf jeden Fall offen“ für „Deals“ mit Staaten, die seine Strafzölle vermeiden wollen: „Wir können etwas tun, wenn wir dafür etwas bekommen.“

  Protest-Aktion im Wien-Wahlkampf: "Strache"-Plakate sorgen für Irritation

Autos und „Rache-Zölle“: Diese Maßnahmen könnten ab 2. April gelten

Konkret plant Trump (bisher), ab Mittwoch neue Zölle auf alle importierten Autos in Höhe von 25 Prozent des Kaufpreises einzuführen. US-Autofirmen reagierten schockiert – die meisten ihrer Fahrzeuge überqueren während der Produktion mehrfach die Grenze zum Nachbarstaat Mexiko, weil bestimmte Fahrzeugteile nur in dortigen Fabriken produziert und montiert werden. 

Die Zölle würden somit auch den Preis von Autos „Made in the USA“ drastisch erhöhen, warnte am Dienstag der US-Autobranchenverband.

Für noch größere Unruhe bei US-Handelspartnern sorgen die von Trump angekündigten sogenannten reziproken Strafzölle: Die USA wollen damit gegen jeden Staat, der aktuell Zölle auf bestimmte US-Importe erhebt, ebenfalls Zölle in derselben Höhe erheben. Zum Beispiel erhebt die EU aktuell Importzölle von zehn Prozent auf amerikanische Autos, während die USA nur 2,5 Prozent bei europäischen Autos einfordern.

EU will „zurückschlagen“, Indien erfüllt Wünsche

Stand Dienstag blieb noch unklar, ob Trump am Mittwoch auch die reziproken Zölle verkünden wird. US-Handelspartner bereiteten sich darauf vor, auf unterschiedliche Art: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, die EU habe für den Fall „einen starken Plan, um zurückzuschlagen“. Indien, das selbst vor Kurzem noch hohe Zölle auf bestimmte US-Produkte erhob, kam Trump entgegen und senkte etliche davon zuletzt drastisch ab.

In Asien führten Trumps Pläne dagegen zu einer ungewohnten Allianz: Die einander ansonsten unfreundlich gegenüberstehenden Nationen China, Japan und Südkorea erklärten, im Fall von reziproken US-Zöllen künftig den gegenseitigen Handel verstärken zu wollen.

…read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 6 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.