Touadéra als Präsident Zentralafrikanischer Republik wiedergewählt

Politik

Der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, Faustin-Archange Touadéra, der sich auf russischer Paramilitärs stützt, ist laut der Wahlbehörde des Landes wiedergewählt worden. 

Er habe gemäß vorläufigem Ergebnis 76,15 Prozent der Stimmen erzielt, wurde in der Nacht auf Dienstag mitgeteilt. 52,43 Prozent der Wähler gaben demnach bei der Wahl Ende Dezember ihre Stimmen ab, bei der auch die Volksvertretungen auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene bestimmt wurden.

Touadéra war als Favorit in die Präsidentschaftswahl gegangen. Seine wichtigsten Konkurrenten, die früheren Ministerpräsidenten Anicet-Georges Dologuele und Henri-Marie Dondra, kamen demnach auf rund 15 beziehungsweise 3 Prozent. Beide hatten bereits vor der Bekanntgabe der Ergebnisse von Wahlbetrug gesprochen. „Es gab einen methodischen Versuch, das Ergebnis zu manipulieren“, hatte Dologuele am Freitag gesagt.

Der 68-jährige Touadéra machte geltend, dass er das Land in seinen bisherigen zwei Amtszeiten nach einem Bürgerkrieg – mithilfe Russlands und ruandischer Soldaten – stabilisiert habe. Touadéras Wiederwahl 2020 war von Betrugsvorwürfen überschattet gewesen. Kritik erntete er außerdem für die Durchsetzung einer neuen Verfassung im Jahr 2023, die ihm den Verbleib im Amt erlaubt. Ein Teil der Opposition boykottiert die Wahlen und kritisiert sie als Farce.

Armut, Instabilität und ausländische Akteure

Die Lage in der Zentralafrikanischen Republik ist instabil, gut zehn Prozent des Staatsgebiets werden nicht von der Regierung kontrolliert. Außerdem leben 71 Prozent der Zentralafrikaner unterhalb der Armutsschwelle, die Arbeitslosenzahlen sind hoch und die Lebenshaltungskosten steigen und bei der Infrastruktur und im Bildungswesen gibt es große Mängel. 

Wie in anderen Länder der Region ist in der Zentralafrikanischen Republik die Officers‘ Union for International Security (OUIS), ein Tarnname für die ehemalige, paramilitärische, russische Wagner-Gruppe, für die Machthaber aktiv.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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