
US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt und mit einer Bedrohung durch China und Russland gerechtfertigt. Die USA würden etwas mit Blick auf Grönland unternehmen, ob das gefalle oder nicht, sagte der Republikaner am Freitag im Weißen Haus. „Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben“, betonte Trump.
Er würde gerne einen Deal machen, „aber wenn wir es nicht auf die einfache Art und Weise tun, werden wir es auf die harte Art und Weise tun“. Die USA müssten Grönland verteidigen, sagte Trump.
Der US-Präsident hatte zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass er die offiziell zum NATO-Partner Dänemark gehörenden Insel unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Dabei verwies er auf deren große strategische Bedeutung und eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. Für Aufsehen und Beunruhigung sorgt Trumps Äußerungen vor allem, weil er bisher auch militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner.
Auch bei Venezuela verweist Trump auf China und Russland
Bei einem Treffen mit Vertretern von Ölkonzernen im Weißen Haus rechtfertigte Trump nun auch das US-Vorgehen in Venezuela mit einem Verweis auf China und Russland. Ohne die USA, „wären China und Russland dort gewesen“, sagte er. Zugleich gab sich Trump mit Blick auf den Verkauf von Öl offen für Geschäfte mit den beiden Ländern.
Trump drängte die Chefs einiger der weltgrößten Ölkonzerne am Freitag zu Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar in Venezuela. Ziel sei es, die Energiebranche des Landes nach der Festnahme von Staatschef Nicolas Maduro wieder aufzubauen und die Ölförderung massiv auszubauen. „US-Konzerne werden die Gelegenheit haben, die verrottende Energie-Infrastruktur Venezuelas wieder aufzubauen“, sagte Trump zu Beginn des Treffens im Weißen Haus. Zudem lobte er eine Vereinbarung mit der venezolanischen Übergangsführung über die Lieferung von 50 Millionen Barrel Rohöl an die USA.
Die großen Ölkonzerne zögern jedoch, sich wegen der hohen Kosten und der politischen Instabilität zu großen, langfristigen Investitionen in Venezuela zu verpflichten. Exxon-Chef Darren Woods bezeichnete Venezuela bei dem Treffen als derzeit „nicht investierbar“. „Unsere Vermögenswerte wurden dort zweimal beschlagnahmt“, sagte er. Während die Branchenriesen skeptisch sind, zeigten sich bei dem Treffen anwesende kleinere, unabhängige Unternehmen bereit, in dem Land zu investieren. Chevron, der einzige US-Ölmulti, der noch in dem Land tätig ist, bekräftigte sein Engagement.
Große Rohstoff-Handelshäuser wollen bei Ölvermarktung helfen
Im Gegensatz zu den Ölkonzernen haben die großen Rohstoff-Handelshäuser Trafigura und Vitol auf Anfrage der US-Regierung bereits zugestimmt, bei der Vermarktung des venezolanischen Öls zu helfen. Trafigura werde sein erstes Schiff bereits in der kommenden Woche beladen, sagte Firmenchef Richard Holtum bei dem Treffen zu Trump. Ein Vitol-Manager erklärte, man sei erfreut, die eigene Expertise einzusetzen, um das Öl auf den Markt zu bringen. Energieminister Wright sprach von „enormem Interesse“ bei dem Treffen und nannte die Interaktionen mit Venezuela „fantastisch“.
Die Ankündigung löste mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge umgehend hektische Bemühungen aus, …read more
Source:: Kurier.at – Politik



