Wie Elon Musks KI Frauen und Kinder auszieht

Politik

„Steck sie in einen Bikini“ oder „zieh sie aus“ hat als Anweisung schon gereicht. Für viele Frauen begann das Jahr 2026 damit, dass sie auf X Nacktfotos von sich entdeckten – oder dass ihnen Kinderpornografie in die Timeline gespült wurde. Grok, der X-interne KI-Chatbot hatte Ende Dezember ein neues Feature bekommen. Es bot Nutzern die Möglichkeit, auf X hochgeladene Fotos zu bearbeiten – ohne Einwilligung der darauf abgebildeten Personen. Geschehen dürfe das „ohne Einschränkungen für fiktionale sexuelle Inhalte für Erwachsene“, stand in den internen Anweisungen zum sogenannten „Spicy Mode“.

Abertausende Bilder

Seither wird der Aufschrei von Tag zu Tag lauter. Elon Musk, der die Nachrichtenplattform Twitter 2022 kaufte und zu X umbaute, verkauft sie stets als Organ der Meinungsfreiheit. Das öffnete schon immer rechtsextremen oder antisemitischen Postings Tür und Tor, viele einflussreiche User und auch Staatenlenker zogen sich darum zurück. Der jüngste Eklat hat aber eine neue Dimension, weil Grok auch Kinder in sexualisierten Posen zeigte, und das in massiver Zahl: Allein in den 24 Stunden zwischen 5. bis zum 6. Januar bastelte Grok stündlich etwa 6.700 anzügliche oder strafrechtlich relevante Bilder, eruierte Bloomberg. AI Forensics, eine NGO, schätzt, dass mehr als die Hälfte aller öffentliche Anfragen an Grok seit Weihnachten den Wunsch nach Nacktbildern enthielten.

Indonesien reagiert mit Verbot 

Erste Staaten reagieren nun mit einem X-Verbot, Indonesien etwa. Auch Großbritannien und Frankreich haben das in den Raum gestellt, die EU-Kommission, die ohnehin Verfahren gegen X am Laufen hat, hat eine Prüfung angekündigt. Brüssel war aber gegenüber US-Tech-Konzernen zuletzt sehr handzahm, man will sich nicht allzu sehr mit Trump anlegen. Ob die EU im Fall Grok aktiv wird, ist also abzuwarten.

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Auch die Geldgeber von Grok scheint der Skandal nur wenig zu stören. Tage, nachdem der „Spicy Mode“ Beschwerden nach sich gezogen hatte, wurde eine neue Finanzierungsrunde bekannt gegeben – xAI, Musks Firma hinter Grok, sammelte die Rekordsumme von 20 Milliarden Dollar ein.

Musk selbst schwieg zu dem Ganzen tagelang, bevor er den „Spicy Mode“ am Freitag etwas abmilderte. Das Tool ist nun nur mehr zahlenden Nutzern zugänglich, was freilich nichts an der Strafbarkeit veröffentlichter Bilder ändert. Kurz davor postete Musk auch, wie er die ganze Sache sieht: Er forderte Grok auf, ein Foto von ihm selbst im Bikini zu generieren. „Perfekt“, schrieb er dazu.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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